Die Saison ist vorbei. Endlich. Glücklich ist wohl niemand damit. Tatsächlich laufen die sozialen Netzwerke über mit Schalkern und Schalkerinnen die ihrer Frustration freien Lauf lassen. Und das nicht selten, so leben es die Boulevardblätter schließlich vor, mit indifferenzierten und populistischen Halbsätzen, die als endgültige Wahrheiten deklariert werden. Irgendwas oder irgendwer habe versagt, oft auch mit Fäkalsprache versehen. Der Fußball wird besonders zum Saisonabschluss gern verallgemeinert. Aber so nicht mit uns! 🙂 

Eine Analyse des Spiels dieser Saison muss beim neuen Manager anfangen…

Der Umbruch hat tatsächlich stattgefunden!

Seit Jahren werden Schalkern regelmäßig irgendwelche Umbrüche versprochen. Aber versprechen kann man sich ja schon mal. Passiert ist jedenfalls nicht viel. Mal ein Trainerwechsel, mal ein Schlüsselspieler mehr oder weniger, aber das war’s eigentlich. Von tiefer struktureller Änderung kann da nicht die Rede gewesen sein. Und dann kam Christian Heidel.

Der neue Manager baut nicht nur die Infrastruktur am Berger Feld um, sondern auch die Struktur der Mannschaft selbst. Binnen einer Saison kamen mehr als 10 Spieler neu zu Schalke und ebenso viele verließen den Verein. Ein Drittel des Kaders wurde also mal eben ausgetauscht. Und dazu natürlich noch der Trainer. Das ist eine ganze Menge auf einmal.

Aber es gab nicht nur verändertes Personal, Heidel und Weinzierl definierten auch einen neuen Schalker Spielstil, eine grundsätzliche Philosophie, eine Strategie an der alles andere ausgerichtet werden solle. Die Vision ist klar: Schalke-Spiele sollen intensiv sein, mit vielen Zweikämpfen, hartem Pressing und Überfallartigen Kontern, also vor allem vertikal. Ein Spielstil, wie er zu einem Kumpel- und Malocher-Klub passt.

Die Schalke Strategie: Hart & Steil

Tatsächlich war dieser Spielstil in jedem einzelnen Spiel dieser Saison erkennbar. Selbstverständlich bei weitem nicht immer erfolgreich, aber eben erkennbar. Zumindest in Grundzügen. Das ist vielleicht der einzige Erfolg dieser Saison. Selbstverständlich noch lange nicht so gefestigt, wie es Heidel & Weinzierl vorschwebt, aber während sich noch weite Teile der Anhängerschaft echauffieren es sei „keine Handschrift erkennbar“ wurde eine Schalke Saison wie selten zuvor von einer Strategie geprägt.

Fangen wir mal da an, wo die Umsetzung besagter Strategie gegriffen hat. Beide Leverkusenspiele sehe ich als gute Beispiele dafür. Das Hinspiel, in dem Naldo sehr früh vom Platz und Schalke plötzlich fast 90 Minuten in Unterzahl gegen einen schnellen dominanten Gegner arbeiten musste. Nur durch Pech ging das Spiel in der Schlussphase durch einen Standard verloren. Ein großer Kampf, bei dem Schalke auch seine Chancen hatte. Und dann natürlich das Rückspiel, als die Leverkusener Löcher von Schalke vertikal durchschossen wurden. Schöne Beispiele auch beide Spiele gegen die Bayern (Hinrunde, Rückrunde) und die Dortmunder (Hinrunde, Rückrunde). Hart und intensiv geführt und so steil dann raus gespielt, dass Schalke zu ernsthaften Tor-Chancen kam. Auch der Sieg in der Hinrunde gegen Gladbach oder das Rückspiel gegen Ajax zählen dazu.

Das angestrebte Gesicht von Schalke 04 war in diesen Partien besonders stark zu erkennen, an den Grundwerten des Spiels. Merke, auch hier, in der Positiv-Liste, ging vieles nicht gewonnen. Eine klare Ausrichtung heißt nicht jedes Spiel zu gewinnen. Aber mit einer etablierten Strategie fällt das Zielgerichtete arbeiten leichter. Training, Kaderplanung, Rotation, Spielvorbereitung, alles kann sich an der Strategie orientieren. Kurzfristig bringt eine Strategie Orientierung und längerfristig Stabilität durch Identität. Und dann eben hoffentlich auch Siege.

Hallo Strategie… Wo bisse?!

Schon in der Analyse der Hinrunde war zu lesen, dass Schalke Probleme habe sich gegen tiefstehende Gegner Chancen zu erarbeiten. Das war in vergangenen Spielzeiten schon oft so und ist generell die große Kunst im modernen Fußball. Ganz konkret ist es besonders schwer steil zu spielen, wenn der Gegner nur hinten wartet. Eine Strategie ist kein konkretes Handlungskonzept eher eine Vision. Wenn „Steil“ mal nicht zugelassen wird, dann muss das Spiel natürlich entsprechend um Möglichkeiten angereichert werden, dies zu ermöglichen. Etwa Kombinationsspiel. Damit tat sich Schalke die ganze Saison sehr schwer, eine tiefe Defensive zu knacken.

Und dann waren da immer wieder Begegnungen wie beide Frankfurt Spiele (Hinrunde, Rückrunde). Hier brachte Schalke es schlicht nicht zu Stande die eigene Intensität anzubringen und fand überhaupt nicht ins Pressing. Trotzdem war immer wieder zu sehen, wie das vertikale Spiel gesucht wird, aber nicht so konsequent wie es sein könnte/sollte. Oft gab es auch in schwachen Partien über einzelne Strecken ein gutes Zweikampfverhalten, aber oft eben in den entscheidenden Phasen jeweils nicht. Noch nicht oder nicht mehr. Es fehlte in verschiedenen Spielen schlicht an der Intensität. Immer wieder bemängelte Weinzierl, dass die Mannschaft nicht wie geplant in die Zweikämpfe kam. Das letzte Spiel gegen Ingolstadt ist da auch ein gutes Beispiel. Insgesamt mit sehr wenig Intensität gespielt, ein paar Mal aber sehr vertikal Richtung Tor.

Die Strategie ist da, deren Umsetzung allerdings oft noch mangelhaft. Und sonderlich häufig hat Schalke auch nicht gewonnen. Tatsächlich blitzte besagter Spielstiel zwar immer wieder auf, zeigte sich aber nie über 90 Minuten in seiner vollen Pracht. Schauen wir mal genauer hin, wo die Gründe dafür liegen…

Die Mannschaft

Der Kader wird, wie bereits erwähnt, gerade mächtig umgekrempelt. Es gab viele Änderungen, die meisten dazu noch recht spät. Darüber hinaus noch ziemlich viele entscheidende Einschnitte durch Verletzungen. Oft wurden Schlüsselspieler, oder welche die sich gerade dazu gemausert haben, von einer langwierigen Verletzung getroffen. Breel Embolo etwa fing gerade an zu zeigen, wie entscheidend er für das Spiel sein kann, weil er den Ball vorne gut behaupten kann und Torgefahr ausstrahlt, da war die Saison für ihn auch schon gelaufen. Coke, Baba, Naldo und Huntelaar etwa auch, alles Spieler von viel Qualität, die aber über weite Strecken der Saison gar nicht zur Verfügung standen. Von all den kleineren Verletzungen mal abgesehen, die die Mannschaft aus dem Tritt brachten.

Rotation wurde aus dem Grund ebenfalls schwer möglich. Während Weinzierl in der Gruppenphase der Europa League teilweise noch ein bisschen durchmischte, war das nach der Winterpause eigentlich kaum noch möglich. Immer wieder habe ich mich gefragt, warum dieser oder jener Spieler nicht mal pausieren kann. Ein Blick auf die Bank brachte dann die Antwort. Entweder es gab niemanden als Ersatz oder nur Personal mit starken Qualitätseinbußen. Das alles beeinträchtigte die Startaufstellung natürlich auch. Besonders gegen Ende der Saison gab es oft keinen adäquaten Ersatz mehr und Positionen wurden mit Spielern aufgefüllt die dafür nur noch mit Abstrichen geeignet waren.

Darüber hinaus gab es natürlich noch die üblichen Leistungs-Schwankungen. Einige Spieler sind recht jung, da sind solche Schwankungen noch häufiger und stärker. Einzelne Spieler haben immer mal ein schwächeres Spiel. Selbst der inzwischen zur Wunderwaffe gewachsene Leon Goretzka. So kommen dann individuelle Fehler zu Stande, weil der einzelne nicht sein ganzes Potenzial abrufen konnte oder weil die Gruppe in der Form einfach nicht eingespielt war. Besonders den 5-Niederlagen-Saison-Auftakt würde ich so erklären wollen. Kollektiv schlecht gespielt wurde da eigentlich nicht.

Bei individuellen Problemen darf die Casa Yevhen Konoplyanka natürlich nicht unerwähnt bleiben. Hier will ich es jedoch bei einem Verweis auf die Analyse zum Spiel in Freiburg belassen, da haben wir das dediziert auseinander genommen.

Manchmal kommen Leistungsschwankungen aber auch im Kollektiv. Zum Ende der Hinrunde etwa, als die Mannschaft nicht so recht in die Spur fand. Und dann natürlich im Saison-Endspurt. Seit dem vergeigten Auftritt in Amsterdam gab es genügend Möglichkeiten die Qualifikation für die Europa League fest zu machen. Genutzt wurde das alles nicht, am Ende fehlen nur 6 Punkte auf Platz 5.

Der liebe Ballbesitz

Hart & Steil klingt ja nach wenig Ballbesitz, gleichzeitig versucht aber die ganze Liga (die Ausnahme bestätigt die Regel) wenig Ballbesitz zu haben. Interessanter Weise hat Schalke insgesamt ein Ballbesitzplus in der Liga. Also im Schnitt mehr Ballbesitz als der Gegner, stolze 51,5% nämlich, und belegt damit Platz 7 der Liga. Bei genauerem Hinsehen fällt allerdings auf, das Schalke in ziemlich vielen Partien nur kaum 10% Ballbesitz mehr hat als der Gegner, also überschaubar viel.

In der Bundesliga, die hauptsächlich aus pressenden und konternden Teams besteht, verweigern sich die Mannschaften dem Ballbesitz geradezu und versuchen sich dann gegenseitig zu überrumpeln. Schalke muss sich in solchen Fällen auf Grund der Größe oft die Favoritenrolle und damit mehr Zeit am Ball in die Schuhe schieben lassen. Was dann passiert ist sehr interessant. In so einem Spiel mit 55% Ballbesitz, spielt Schalke ähnlich viele Pässe wie der Gegner im letzten und mit mittleren Spielfelddrittel. Das mehr an Pässen (Ballbesitzstatistiken sind das Verhältnis an erfolgreichen Pässen) kommt also im ersten Drittel, im eigenen Aufbau, zustande.

Schalke versucht den Umschaltmoment zu nutzen, wie es alle anderen auch tun, nimmt den Ballbesitz aber an, sollte das nicht gelingen. Statt eines Kamikaze-Angriffs, wird lieber abgebrochen und ruhig neu aufgebaut. Gern von ganz hinten. Das treibt so manchen Fan zwar in den Wahnsinn, aber vor allem zieht es den Gegner auseinander und so bieten sich Räume für das vertikale Spiel. Schalke bewahrt Ruhe statt den Ball sinnfrei auf’s Spiel zu setzen.

Der nächste Schritt wird also sein müssen auch ein Ballbesitzspiel zu entwickeln. Auf tiefstehende Gegner trifft Schalke schließlich relativ häufig. In dieser Saison wurde meist improvisiert und auf die individuelle Überlegenheit gesetzt. Die Spieler rückten dann auf, versuchten sich einzubinden und den Ball in den Strafraum zu kombinieren. Im Einzelfall sah das auch sehr strukturiert aus, nur eben nicht konsistent über einen längeren Zeitraum.

Manchmal funktionierte das dann und führte zum Torerfolg. Manchmal leider nicht. Manchmal wurde dadurch die eigene Verteidigung entblößt und das Ganze ging sogar richtig in die Hose.

Hast’e Scheiße am Schuh…

Auch in den Momenten, wenn Schalke nach der eigenen neuen Philosophie ein gutes Spiel machte, ging die jeweilige Partie nicht automagisch gewonnen. Denn so Steil auch zum Teil gespielt wurde, so haarsträubend schlecht war die Chancenverwertung in einigen Partien. Nur Darmstadt hat eine noch schlechtere Zielgenauigkeit. Bei 13 Schüssen gingen nur 4 wirklich auf’s Tor. Das Verhältnis von Torschüssen auf das gegnerische Tor und das eigene Tor (TSR – total shots ratio) ist zwar positiv (also über 0,5 – es wurden also mehr Schüsse abgegeben als kassiert) aber eben auch nur knapp. Insgesamt bewegte sich Schalke sowohl bei der Anzahl als auch der Verwertung der Schüsse im Ligadurchschnitt.

Mehr Zielgenauigkeit hätte das stark verbessert. Was nämlich gut läuft, ist das Schalke nicht sinnlos einfach auf’s Tor ballert. 61% der Schüsse kommen aus dem Strafraum, nur Leipzig und Dortmund haben hier höhere Werte. Gleichzeitig kommt Schalke aber nicht in den 5m Raum. Nur 5% der Schüsse wurden von hier aus abgegeben, lediglich Hamburg und Augsburg haben hier schlechtere Werte.

Schalke hat also Probleme wirklich nahe ans Tor zu kommen, gibt Schüsse aber nicht aus der Ferne ab, und verfehlt das Ziel trotzdem relativ häufig. Sowas möchte ich systematisches Pech nennen. Auch in den Bereich zähle ich die Standardschwäche. Keine Mannschaft der Liga hat weniger Tore durch Standards erzielt.

Gegen den Ball

Immer wieder ist zu lesen, dass Schalke nicht kämpfen würde. Die Laufleistung gehört zu den höchsten der Liga und auch bei den Zweikämpfen hat Schalke eine positive Bilanz. So gerade eben, aber immerhin. Es gab diverse Spiele in der Saison, in der die „Höwedessisierung“ der Mannschaft mehr als deutlich wurde, es wurde viel marschiert und gekämpft. Zumindest bis zum Frühjahr. Hier wurde immer wieder deutlich, dass Schalke irgendetwas fehlte. In der ersten Saisonhälfte noch anstandslos, kam Schalke jetzt kaum noch in die Zweikämpfe. Zu wenig Geschwindigkeit, zu wenig Intensität. Die Luft schien raus gewesen zu sein, leider bereits zu einem Zeitpunkt an dem noch ordentlich Druck auf dem Kessel hätte sein müssen, weil noch so viel erreichbar gewesen wäre.

Alles in allem ist die Defensive aber wieder nahe dran an dem Festung Status. Nur die Champions League Qualifizierten Teams der Liga haben weniger Gegentore bekommen (Dortmund genauso viele). Platz 6 im Liga Vergleich bei der Anzahl der abgegebenen Schüsse auf’s eigene Tor, Platz 4 bei der Statistik die misst wie viele Schüsse der Gegner für ein Tor braucht. Und nur der Meister hat weniger Tore durch Standards kassiert als Schalke.

Die Defensive steht also. Fährmann kam zuletzt wieder häufiger in den Fokus, aber auch die direkte Verteidigungslinie macht einen starken Job.

Pech

Auch, wenn es immer ein bisschen doof klingt, finde ich, dass Pech einen recht großen Einfluss auf das Schalker Spiel in dieser Saison hatte. Verletzungssorgen, Schiedsrichterentscheidungen, schlechte Chancenverwertung, individuelle Fehler, kaum Standardtore… Besonders in Zeiten in denen das eigene Spiel eigentlich sogar ganz gut war, fehlte es am nötigen Glück um zu punkten. Die 5 Niederlagen zu Saisonbeginn sind ein gutes Beispiel dafür. Schlecht gespielt hat Schalke nur gegen Frankfurt. Und da auch nur 20 Minuten.

Damit will ich nicht sagen, dass Schalke eigentlich nichts für die Misere kann. Und schon gar nicht war Schalke über längere Zeit (also mehr als eine halbe Stunde am Stück) überragend in dieser Saison. Beim Fußball hat man aber nicht immer alle Einflussfaktoren in der Hand. Der Ergebnis Bias sorgt aber dafür, dass die Wahrnehmung des Spiels manchmal schlechter ist als das Spiel eigentlich selbst.

Sündenbock

In der aktuellen Situation kommen von allen möglichen Ecken Begründungen, warum die Saison vergeigt wurde. Das Scouting sei schlecht, Manager und/oder Trainer ein Fehlgriff, diverse Spieler hätten nicht die nötige Qualität, es gäbe keine Linie im Spiel, die Schonzeit sei jetzt vorbei, jetzt müsse geliefert werden und was auch sonst noch immer. Eine Kakofonie an Plattitüden.

Dabei wird oft übersehen, dass Schalke gerade eine ganze Menge auf einmal macht. Eine komplette Re-organisation der Profiabteilung ist nichts, was im Vorbeigehen funktioniert. Leider ist die Geduld, die alle zu Beginn einer solchen Transformation gerne beschwören, schnell aufgebraucht, wenn die akuten Ergebnisse nicht in den Kram passen.

Christian Heidel stellt sich der Diskussion mit der angebrachten Geduld, vor allem aber auch mit dem nötigen analytischen Hintergrundwissen. Selbstverständlich ist auch er nicht glücklich mit der Saison, wird vermutlich aber differenzierter Beurteilen, wie es dazu kam und wie die Zukunft besser aussehen kann. Der Umbau der Mannschaft schreitet nach dem was von Transferaktivitäten so zu lesen ist offensichtlich weiter voran, der Kader wird weiter umgebaut, dass er besser zur Strategie passt.

Gleichzeitig muss aber auch hinterfragt werden, wieso die Intensität in der zweiten Saisonhälfte so rapide abnahm. Lag es nur daran, dass die Spieler auf Grund der Kaderprobleme und Verletzungen alle so überspielt waren oder steckt mehr dahinter. Von außen ist sowas nicht beurteilbar. Intern wird das aber sicher genau analysiert, da bin ich mir bei Heidel sicher. Und ebenso sicher bin ich mir, dass es kein „daran hat’s gelegen“ gibt. Sondern ein bunter Strauß an Einflüssen, die Schalke in die falsche Richtung gezogen hat. Konsequenzen sollten entsprechend der einzelnen Einflüsse getroffen werden, nicht pauschal. Und während Tönnies immer für Pauschalurteile stand, traue ich Heidel durchaus zu da deutlich differenzierter ans Werk zu gehen.

Ein Blick auf ein paar Spieler

Spieler der Saison, da sind sich wohl alle einig, ist Leon Goretzka. Ich möchte das Ganze aber ausweiten und empfinde das Mittelfeld Bentaleb, Goretzka und Meyer unfassbar stark. Besonders Neuzugang Nabil Bentaleb hat überrascht und gemeinsam mit Goretzka auf der Doppel-8 haben die beiden schon ganz ordentlich gerockt. Bis die Gegner anfingen das Zentrum gegen Schalke besser zu verteidigen und Schalke vermehrt auf die Flügel ausweichen musste.

In einer Staffelung mit Max Meyer ergibt sich derart viel Qualität und Kreativkraft, dass die 3 als Gerippe für die nächste Saison sicher einiges erwarten lassen dürfen. So sie denn zusammen bleiben… #däumchendrück

Unser Kapitän Benny Höwedes spielte ebenfalls eine sehr starke Saison. 53,8 Pässe spielte er pro Partie, die meisten aller Schalker und Platz 26 der Liga. Mit 86,3% Passerfolgsquote war er dabei auch noch der sicherste Schalker und Platz 21 im Ligavergleich (Meyer 85%, Platz 28). Außerdem fing der Weltmeister 3,8 Bälle pro Spiel ab. Nur 3 andere waren stärker (Thiago 4,6; Guilavogui 4,5; Daniel Baier 3,9) und Sead Kolasinac ist auch noch in den Top10, was die Strategie Schalkes unterstreicht.

Wichtig auf Schalke ist immer, dass junge Talente aus der Knappenschmiede nachrücken. Thilo Kehrer hat sich als Stammspieler etabliert. Auf Grund seiner Spielintelligenz und Vielseitigkeit sehe ich ihn schon bald als festen Innenverteidiger neben Höwedes. Avdijaj kam vermehrt zu Einsätzen und zeigte, dass er für mächtig Wirbel sorgen kann. Könnte mir gut vorstellen, dass wir ihn in der nächsten Saison deutlich öfter zu sehen bekommen.

Fazit

Weinzierl gab oft zu Protokoll, dass ein Stürmer fehlte, der 10-15 Tore in der Saison macht. Dem stimme ich voll zu. Das Hauptproblem der Saison war das Toreschießen. Damit hätte Schalke aus einer schlechten Saison eine akzeptable gemacht, weil sich Schalke dann sicher für den Europapokal qualifiziert hätte. Die anderen Probleme allerdings wären geblieben. Das zeigt besonders Guido Burgstaller, der ja nun für einen regelmäßigen Tor-Flow sorgt. Gleichzeitig war die Punkteverteilung Hinrunde zu Rückrunde fast identisch (21:22).

Heidel und Weinzierl haben viel Arbeit vor sich. Die Strategie muss weiter verinnerlicht werden, der Kader weiter geschärft. Wenn das Personal dann halbwegs fit und gesund bleibt und das Pech vielleicht weiter zieht, dann könnte die nächste Saison sehr unterhaltsam werden.

Abschließend bleibt mir noch zu sagen, dass ich glaube und hoffe, dass Weinzierl sich Ajax noch ein bisschen genauer ansieht. Deren Spielstil ist ebenfalls Hart & Steil, aber eben auch Kombinierend. Die Mannschaft hat Spaß gemacht und ich hoffe inständig, dass sie United im Finale vom Platz fegen. Bei denen ließe sich viel abschauen, finde ich.


Karsten

Karsten

Karsten ist auf Kohle geboren, in Europas weltschönstem Herten nämlich, der Stadt, die mal die höchste Fördermenge in Europa hatte. Aufgewachsen in einer Familie von Püttologen studierte er an der FH Gelsenkirchen irgendwas mit Computern. Später zog es ihn in die Ferne zu den Wikingern, wo ihm erst bewusst wurde, wie viel Ruhrpott in ihm steckt. Nach hunderten von Herzklabastern, weil der elende Internetstream immer bei blau-weißen Torchancen abbrach, ist er als Doktor Labertasche wieder zurück in der Heimat (mit Dauerkarte in Block 5) und theoretisiert neben der Maloche den König Fußball. Weil aber seine Kumpels schnell davon genervt waren, verlagerte er das Ganze und gründete Halbfeldflanke zum Beginn der Saison 2013/2014.

59 Kommentare

Niklas · 21. Mai 2017 um 12:40

In meinen Augen hat Max Meyer eine dürftige Saison gespielt! Ich glaube Olympia im letzten Jahr hat zu viele Körner gekostet. Ein Hindernis war sicherlich, dass er häufig nicht auf der 10 spielen durfte (im 5-3-2 gabs die Position zudem nicht), sondern außen oder vorne als Stürmer spielen musste. Für diese Rollen war er aber nicht torgefährlich genug. Und auch auf der 10 hat er viel zu wenige Vorlagen gegeben und Tore erzielt. Mit Abstand das beste Spiel hat er in der Hinrunde gegen Mainz vorne zusammen mit Di Santo gemacht.

    Karsten

    Karsten · 21. Mai 2017 um 14:12

    Hi Niklas,
    Ja, das mit der Position hat ihm nicht geholfen. Und ich fand ihn auch nicht immer großartig, meine aber, dass er generell viel schlechter geredet wurde, als er eigentlich war. Besonders nach diesem Abend, als Weinzierl seine Erwartungshaltung auch ihm gegenüber öffentlich gemacht hat, fand ich ihn eigentlich recht stabil und alle Angriffe gingen über ihn. Dass da auch noch Luft nach Oben ist, da sind wir uns wohl alle einig.

Dennis · 21. Mai 2017 um 12:59

Du beschwerst Dich hier über die allzu einfachen Schlussfolgerungen, zu denen andere Schalker bei ihrer Analyse der Saison kommen. Ich finde aber, Du machst es Dir in die andere Richtung zu einfach, indem Du so sehr auf Probleme im Ballbesitz (haben wir schon lange, also warum setzen wir da nicht endlich mal an?), Embolos Verletzung (der Junge ist neu und hat etwa anderthalb gute Spiele für uns gemacht) und Pech (welches dann als einzige wirklich gewichtige Neuigkeit verbleibt) fokussierst. Diese Argumente lesen sich wie die, die Weinzierl jetzt wahrscheinlich in der Aufbereitung mit Heidel bemühen wird. So richtig zufriedenstellend sind sie aber nicht.

Auch unter Breitenreiter war die Intensität im Pressing schon höher als zuvor, und die Idee vom vertikalen Spiel geht sogar schon auf Rangnick zurück. Weinzierl hatte durch die vielen Neuzugänge einen durchaus besser für diese Spielweise geeigneten Kader zur Verfügung als seine Vorgänger, und vor allem eine auf Schalke noch nie erlebte Ruhe im Umfeld. Wenn dabei eine schlechtere Ausbeute als in den Vorjahren und eine immer wieder mangelhaft umgesetzte Taktik herauskommen, darf man den Trainer ruhig hinterfragen. Ein paar Gegentore weniger als im Vorjahr bedeuten auch noch lange nicht, dass die Abwehrarbeit gut sei. In Richtung Festung ist wortwörtlich vielleicht nicht falsch, aber wir sind noch weit entfernt und machen ganz kleine Schritte.

Unser größtes Problem ist meiner Meinung nach immer noch die auch von Dir thematisierte Unfähigkeit, das Spiel zu machen. Mit Leuten wie Meyer, Bentaleb oder Goretzka haben wir eigentlich gute Passgeber, die auch einmal überraschende Bälle spielen könnten. Aber in der Vorwärtsbewegung sind wir so wenig abgestimmt, dass das Zusammenspiel eher nach Zufall aussieht oder der Ball in Ermangelung von Anspielstationen gar nicht erst kommt. Wie Du schon sagst, sollten wir uns da von Ajax eine Scheibe abschneiden. Das hat Weinzierl bis jetzt nicht getan. Stattdessen hat er ein ganzes Jahr in 9 Gegentore weniger investiert, die uns kein Stück nach vorne bringen. Und wenn diese 9 Gegentore weniger durch Vorgaben wie „keine riskanten Bälle durchs Zentrum“ (Stichwort Vertikalspiel!) erkauft werden, darf man meiner Meinung nach nicht davon ausgehen, wir seien schon auf Kurs und ein tolles Offensivspiel nur eine Frage von noch mehr Zeit und Ruhe.

Alles in allem bin ich mächtig enttäuscht vom ach so viel besseren „neuen Schalke“ und nehme mir auch das Recht heraus, Schalker Emotionen zu zeigen und die Verantwortlichen für das Abschneiden verantwortlich zu machen – nicht das Pech, das wir sicher auch hatten. Für die neue Saison wünsche ich mir einen Trainer, der der Mannschaft einen Plan im Offensivspiel vermitteln und dabei auch alle mitnehmen kann. Das mag Weinzierl sein. Viele Anhaltspunkte dafür gibt es aber noch nicht.

    Karsten

    Karsten · 21. Mai 2017 um 14:30

    Hallo Dennis,

    Erstmal danke für Deinen ausführlichen Kommentar. Um eins ganz klar fest zu stellen: Emotionen zu zeigen ist in meinen Augen nicht nur gut, sondern auch wichtig und richtig! Der Fußball lebt von Emotionen.

    Ich finde aber unglaublich wichtig, sich von Emotionen nicht bei der Bewertung leiten zu lassen. Meistens ist es eben nicht ein einzelner Grund an dem alles aufgehängt werden kann, sondern eine ganze Palette an Gründen. Darum habe ich einen recht langen Text hier geschrieben um die ganze Palette aufzuzeigen. Wenn Du sagst, dass ich mich nur auf Embolo, Pech und Probleme gegen tiefsitzende Gegner berufe, dann fühle ich mich ungerecht beurteilt.

    Die Defensive lief übrigens wirklich gut. Das wird von Dir offensichtlich anders wahrgenommen, obwohl die Zahlen eine deutliche Sprache sprechen. Vielleicht überlegst Du Dir aber mal, was denn eigentlich Deine eigene persönliche Erwartungshaltung ist. Daran hängt dann nämlich auch was Dich zufriedenstellt. Das ich das im Zweifelsfall nicht erfüllen kann, steht völlig außer Frage. Darum geht’s mir auch gar nicht. Mir geht’s hier darum etwas genauer hinzusehen, was für Probleme Schalke in dieser Saison hatte und was gut lief.

      Dennis · 21. Mai 2017 um 18:59

      Hallo Karsten,

      Dann bedanke ich mich nicht nur für die Antwort, sondern entschuldige mich auch für den Eindruck, Dich angreifen oder ungerecht behandeln gewollt zu haben. Das war ganz sicher nicht meine Absicht.

      In der Grundaussage, dass es immer mehr als einen Grund für das Abschneiden (ob schlecht oder gut) gibt, stimme ich Dir sogar absolut zu. Und selbstverständlich ist es falsch, davon auszugehen, dass es nur am Trainer läge. Ich stoße mich aber daran, dass Deine Analyse Weinzierl (und übrigens auch Heidel) auf geradezu umgekehrte Weise so sehr aus der Verantwortung nimmt. Pech im Abschluss hatten wir und andere Mannschaften schon oft, Verletzungen von Schlüsselspielern (wobei es wie gesagt schon sehr riskant ist, Neuzugänge wie Embolo oder auch Coke als Schlüsselspieler einzuplanen) sind leider auch nichts Neues. Die Schiedsrichter haben uns dieses Jahr – laut der „wahren Tabelle“ – in der Tat mehr Punkte gekostet als sonst, aber ganz ehrlich: Mir ist das aufgrund der spielerischen Armut in unseren Darbietungen kaum aufgefallen. Auch wenn ich zur Zeit bestimmt so klinge, bin ich generell kein Meckerbolzen, Erfolgsfan oder Miesepeter, was unser Spiel angeht; diese Saison verärgert mich wegen des fehlenden fußballerischen Ansatzes einfach sehr.

      Ein gutes Argument, das Du ja auch ansprichst, ist der personelle Umbruch. Es braucht sicher Zeit, bis sich so viele Spieler aneinander gewöhnt haben und miteinander kombinieren können. Aber da gibt es auch Gegenargumente: Bentaleb hat beispielsweise im ersten Spiel gegen Frankfurt mit seinen Pässen *sofort* einen Unterschied gemacht. Und nach zwei Vorbereitungen und einer kompletten Saison sollten doch eigentlich spielerische Fortschritte erkennbar sein. Die sind aber weiterhin unsichtbar – wie Du schon sagst, verlassen wir uns auf individuelle Qualität. Das finde ich nicht ausreichend, und dafür mache ich den Trainer verantwortlich.

      Dass die Abwehr besser steht als letzte Saison (diese Saison 40 Gegentore in der Bundesliga, letzte Saison 49), bestreite ich ja gar nicht. Ich finde nur nicht, dass dies besonders bemerkenswert oder wichtig ist. Wenig bemerkenswert deswegen, weil wir vor 2 Jahren eben auch 40 Gegentore hatten, im Jahr davor 43. Damals, 2009-2010 und davor, hatten wir bemerkenswert wenig Gegentore: 31, 35, 32, 32, 31 … da sah man dann aber eben auch in jedem einzelnen Spiel, dass Bordon fast jeden Ball aus dem Strafraum köpfte, die Außenverteidiger kaum Flanken zuließen, undsoweiter. Und wenig wichtig sind mir diese 40 (statt 49) Gegentore, weil der Erfolg eben nicht nur von wenig Gegentoren abhängt. 2012-2013 waren wir mit 50 Gegentoren Vierter, 2010-2011 waren wir mit 44 Gegentoren Vierzehnter – und letztes Jahr haben wir mit 49 Gegentoren um 5 Tabellenplätze besser abgeschnitten als dieses Jahr mit 40. Ich bin der Letzte, der etwas gegen eine starke Abwehrarbeit hätte – vielmehr bejuble ich wie viele Schalker auch eine gelungene Grätsche oder einen souverän abgelaufenen Ball. Aber die Abwehrstärke ist kein Selbstzweck, wie man an dieser Saison gut sieht. Und damit wären wir auch wieder bei der Planlosigkeit unseres Angriffsspiels, unserer Allergie gegen Ballbesitz.

      Was die Sache mit den Emotionen angeht: Ich finde es irrational, Emotionen aus der Bewertung und Entscheidungsfindung völlig auszuklammern. Wer dies versucht, beraubt sich meiner Meinung nach einer wichtigen Perspektive und wird letztendlich nie glücklich (was ja auch eine Emotion ist). Auf Schalke will ich mitreißenden Fußball sehen, der bei unserem begeisterungsfähigen Publikum für Aufbruchstimmung sorgt – auch, wenn ein eher pragmatischer Ansatz unter dem Strich die gleichen Resultate erzielen könnte. Dieses Zusammenspiel zwischen dem Geschehen auf dem Platz und den Fans in der Kurve und am Fernseher, dieses gute *Gefühl*, hat mir diese Saison wirklich gefehlt.

      Karsten

      Karsten · 21. Mai 2017 um 22:46

      Hallo Dennis,

      Großartige Antwort. Das ist einer der Dinge die ich mir mit diesem Blog erhofft habe. Auf hohem Niveau unaufgeregt über Fußball diskutieren zu können. Danke dafür schonmal. 🙂

      Viele gute Punkte, die Du ansprichst. Mein Ziel ist überhaupt nicht gewesen irgendwen aus der Verantwortung zu nehmen. Ich gehe sogar noch viel weiter und nehme überhaupt niemanden in die Verantwortung. Ich beschränke mich rein auf’s Problemeaufzeigen. Wie diese gelöst werden können und in wessen Verantwortungsbereich das gehört ist für mich nicht transparent. In meinen nicht. Das sollen die schön unter sich aus machen.

      Nichts darf zum reinen Selbstzweck verkommen. Eine starke Defensive ist das Fundament erfolgreicher Mannschaften. Wenn’s aber bei dem Fundament bleibt, und das war oft genug in dieser Saison so, wirst’e trotzdem nass, wenn’s regnet. Grätschen sind halt Paukenschläge. Aber oft genug überhaupt nicht Zielführend und mit viel zu viel Risiko verbunden. Und nur um dem Publikum eine Freude zu machen, das würde ich Selbstzweck nennen.

      Was die Emotionen angeht, bin ich bei Dir, wenn Du es als falsch empfindest diese aus der Entscheidungsfindung auszuklammern. Auch bei der Bewertung und der Analyse und sowieso nie sollten Emotionen ausgeklammert werden. Aber Emotionen sind während einer zielorientierten Analyse nunmal oft ein schlechter Ratgeber. Unsere Wahrnehmung ist nunmal sehr verzerrt und durch aktionismus verschlimmbesserst Du nur. Außnahmen basieren meist auf Zufall und den wüsste ich in solchen Fällen gern minimiert.

      Ben · 22. Mai 2017 um 10:23

      Macht erstmal unglaublich viel Spass euch beiden beim diskutieren zuzusehen 🙂 Danke dafür!
      Für meinen Teil bin ich ebenfalls eher bei Karsten. Es gab mal einen schönen Bericht von Besitzer von Midtjylland im Bezug auf das Buch „Schnelles Denken, langsames Denken“. In diesem wird beispielsweise erklärt, dass man in seinem Denken häufig nicht akzeptiert, wenn der Zufall oder reines Pech der Grund für etwas negatives ist und man dann automatisch selbst Geschichten strickt, um die Ursache greifbarer zu machen. Daher kommen dann so schöne Geschichten wie „Mainz\Ausgburg ist nicht Schalke“ oder „der Trainer erreicht die Mannschaft nicht mehr“.
      Es ist sicherlich kein Zufall, dass bei Erfolgsgeschichten wie Monaco oder Leipzig so gut wie niemand verletzt und alle Vereine mit hoher Belastung (Ajax, Manu, Celta, Lyon) hinter ihren Ansprüchen stehen.
      Auch im Bezug auf Embolo oder Coke, ja es sollte nicht sein dass man sich von Einzelspielern abhängig macht, aber es sind auch nur 6 Punkte auf 5 und jedes unserer Spiele wird von Kleinigkeiten entschieden. Am Beispiel von Frankfurt zur Hin- und Rückrunde kann man meiner Meinung nach allein sehen, was für einen riesigen Unterschied ein paar Leistungsträger machen können und schlussendlich einen Dominoeffekt – in beide Richtungen – auslösen können.
      Weinzierl und Heidel haben daher für mich keine Wunder bewirkt (müssen sie auch nicht), aber der Verlauf der Saison war wirklich ein worst case und mit einfachen Justierungen und etwas weniger Pech wird der Laden auch wieder mehr abwerfen, als die Magerkost zuletzt.

    Schüpmann58GE · 21. Mai 2017 um 15:39

    All die schönen Dinge, die Du hier geschrieben setzen eins voraus: „Man muss die Spieler zur Verfügung haben, die intelligent genug sind, das gewünschte umzusetzen.“ Und genau da geht die Misere los! Die meisten sind bauernschlau, in keinem Fall aber reicht hier der Grad der Intelligenz oder der Ausbildungsstand aus, um dieses Konzept, wenn es dann eins ist, umzusetzen. Die übliche Floskel wäre da: „Der Trainer erreicht die Mannschaft nicht, oder, die Mannschaft versteht nicht was der Trainer will! Ein kluger Trainer verlangt seiner Mannschaft nur das ab, was vorher im Training auch begriffen und umgesetzt wurde. Das habe ich nicht gesehen. Ich sage immer: „Das schlimmste, was einem Spieler passieren kann ist, wenn er nicht weiß, wo er hinlaufen soll.

    Wie spielt man gegen Mannschaften, die sich hinten reinstellen u. Wie ist man erfolgreich, wenn sich taktisch zwei Mannschaften neutralisieren?

    Überzahl schaffen:

    Hinterlaufen/Doppelpass/1 gegen 1! Habe ich nicht gesehen!

    Standardsituationen:

    Ecken und Freistöße sind eine Katastrophe

    Flanken (unbedrängt)! Habe ich nicht gesehen

    Frage? Warum noch nicht mal das?

    Zu Deiner Analyse: „die Grundlage einer „Handschrift“ erfordert in der Trainingslehre den Richtigen didaktischen Aufbau: vom leichten zu schweren, vom bekannten zum unbekannten. Herr Weinzierl liegt genau da völlig daneben! Die Folge dieser Art und Weise ist dann Verunsicherung, mangelnder Teamgeist, fehlende Einsatzbereitschaft.

    Fazit: die Umsetzung eines Konzeptes erfordert, das auch das letzte Glied in der Kette das verstanden hat. Mein Eindruck ist, die Mannschaft hat gar nichts verstanden! Und dafür ist ausschließlich Markus Weizierl verantwortlich. Glück auf!

      Elias · 22. Mai 2017 um 14:02

      Findet ihr eigentlich wirklich, dass die Ecken immer noch so schlecht sind? in der letzten letzten Saisonphase hat man sich da doch ziemlich verbessert, oder? Kamen zwar letztendlich wenig Tore, aber doch ziemlich viele (gefährliche) Abschlüsse bei rum.

      Ben · 26. Mai 2017 um 13:52

      Zeigt ja die Statistik (laut Weinzierl in einer PK), Schalke wohl auf Platz 1 bei Abschlüssen nach Standards. Allerdings eben auch so weit unten bei Toren direkt danach…
      Trotzdem ist es wirklich ein Punkt, da es der effektivste Weg ist, um an ein Tor zu kommen.
      Ist aber schon ziemlich einfach vorherzusehen, dass wenn der Naldo auf dem Platz ist, er garantiert zu ihm kommt.

usonline · 21. Mai 2017 um 14:50

@Dennis
Ich sehe bei Weinzierl auch nicht viel überzeugendes. Die defensive Stabilität wurde doch größtenteils durch uninspirierten Sicherheitsfußball offensiv erkauft.
Zwei Aspekte, die ich noch beim Coach erwähnenswert finde:
– Mängel in der Menschenführung
– schlichtweg nicht vorhandenes Ingamecoaching
Das ist auf keinen Fall die 1 a Lösung.

    Elias · 21. Mai 2017 um 21:22

    Beim inagemchoaching würde ich widersprechen. Wenig Spielerwechsel, aber eigentlich sehr viele taktische Umstellungen. Meistens auch sinnvolle.

      usonline · 23. Mai 2017 um 15:40

      Viele durchgreifende taktische Änderungen, die sich an den Aufgaben orientiert hätten, die der im Spiel deutlich werdende Matchplan des Gegners uns gestellt hat, habe ich nicht registriert.

      Da wäre ich für Beispiele mal dankbar.

      BWG

      U.

      Elias · 23. Mai 2017 um 22:01

      Nur in Bezug auf Ingamecoaching und nur in Bezug auf Spiele die ich von Weinzierl analysiert habe (also sieben):
      Hier werden in den Abschnitten zur zweiten Halbzeit einige Umstellungen beschrieben:
      http://www.halbfeldflanke.de/2017/04/schalke-am-rande-des-nervenzusammenbruchs/
      http://www.halbfeldflanke.de/2017/04/schalker-loecher/

      Im Abschnitt „Brotlose Dominanz“ geht es um eine Umstellung in Folge einer Meyer-Einwechslung, wobei man da natürlich wirklich die Frage stellen kann, inwiefern das gewollt war:
      http://www.halbfeldflanke.de/2017/02/hoffenheims-kombinationsmaschinerie-fordert-schalke-fc-schalke-04-tsg-hoffenheim-11/

      In meiner Hertha-Analyse gibt es im Abschnitt zu den Umstellungen am Ende eine Beschreibung eines neuen Offensivmusters, das aber schon ab der 35. Minute auftrat. Es wird in der letzten Grafik des Artikels bildlich dargestellt, der darauffolgende Abschnitt erläutert dann das Vorgehen.
      http://www.halbfeldflanke.de/2017/02/schalke-auf-dem-weg-zur-besserung-fc-schalke-04-hertha-bsc-20/
      Das ist auch ein Angriffsmuster, dass ganz eindeutig eine Schwäche der 4-2-4-Staffelungen ausnutzt, die Hertha an dem Abend nutzte.

      Auch gibt es finde ich schon in der ersten Halbzeit verschieden Variationen bei der Raumnutzung und -besetzung etc. und auch relativ regelmäßige Modifizierungen nach der Anfangsphase auf die Karsten glaube ich irgendwann mal einging. Ersteres könnte aber theoretisch auch Spielerentscheidung sein, wobei dann die Konsequenz verwirrend wäre.

      calvin · 26. Mai 2017 um 13:06

      finde die maßnahme mittelstürmer rein, obwohl vorher kaum chancen erspielt wurden weder sonderlich sinnvoll noch besonders kreativ

      Elias · 26. Mai 2017 um 14:29

      Ich auch nicht. Deswegen habe ich bei interessantem ingamecoaching auf verschiedene Artikel verwiesen in denen andere Maßnahmen beschrieben wurden.

    Karsten

    Karsten · 21. Mai 2017 um 22:48

    Bin da ganz bei Elias. Und worauf genau beziehst Du Dich mit den Problemen bei der Menschenführung?

      calvin · 26. Mai 2017 um 14:50

      es ist ein schwieriges thema, weil es natürlich auch viel interna betrifft, aber ein paar beispiele:
      -kono, naldo, athletiktrainer:
      noz.de/lokales/melle/artikel/896763/schalke-profis-ueben-in-melle-scharfe-kritik-am-trainer
      auffällig ist, dass alle drei bestätigen, dass weinzierl recht wenig wert auf kommunikation legt und wenn, diese sich auf rein sportliches bezieht. hier sei an heidels traineranforderungsprofil erinnert.
      -meyer: öffentliche kritik, brauch vertrauen , spätes erstes gespräch:
      waz.de/sport/fussball/s04/schalkes-meyer-der-trainer-weiss-jetzt-dass-ich-vertrauen-brauche-id210234955.html
      -hunter: schleimen, kein gespräch
      reviersport.de/349813—huntelaar-motzt-mein-letztes-jahr-schalke.html
      http://www.n-tv.de/sport/der_sport_tag/Huntelaar-will-nicht-schleimen-und-Schalke-verlassen-article19789417.html
      -höwedes: körpersprache vor ajax, kein gespräch mit weinzierl (aussage pk)
      waz.de/sport/fussball/s04/hoewedes-vermisste-schon-beim-aufwaermen-schalke-koerpersprache-id210256745.html
      -immerwieder verwunderliche aussagen wie, dass das abgesprochene nicht umgesetzt wurde oder auch widersprechendes:
      spiegel.de/sport/fussball/fc-schalke-in-der-krise-natuerlich-spielen-wir-einen-scheiss-a-1132135.html
      das zieht sich die komplette saison durch.
      dazu kommt das mehrfache kritisieren der qualität des kaders in der aktuellen saison, das mentale und die schlechte fokussierung sind weitere mangelpunkte, die schlechte form und unsicherheit vieler spieler. weinzierl gilt schon als recht bestimmend, wie beim thema mannschaftsrat:
      .derwesten.de/sport/fussball/s04/weinzierl-bestimmt-schalke-mannschaftsrat-ohne-abstimmung-id12076848.html
      in augsburg war er nicht immer unumstritten. ihm wurde von manchen vorgeworfen, spieler zu früh einzusetzen und verletzungen zu riskieren, wie zb bei koo. auch der sonstige umgang mit spielern wurde öfters kritisiert, zb. bei mölders und trochowski. es gab immer wieder anspielung, dass er sehr provinziell sei. die spieler mussten ihn siezen, er duzte. darüberhinaus hatte er auch mächtig ärger mit einem ex-spieler jahn regensburg.

Flo Kno · 21. Mai 2017 um 16:27

Hi Karsten,
erstmal Danke für die Analyse und die Berichterstattung über die Saison hinweg!

@Dennis: Ich denke, den Verantwortlichen kann man sicher Vorwürfe machen. Auch und insbesondere Heidel, der den Kader zu Beginn der Vorbereitung zusammen haben wollte und an dieser Aufgabe sowohl im Sommer als auch im Winter gescheitert ist.
Weinzierl wurde dadurch wichtige Zeit bei der Etablierung seines neuen Systems geraubt, und das in den beiden einzigen Phasen der Saison in denen er mal konsequent trainieren konnte. So wurden dann auch beide Starts in die Halbserien erstmal verkackt.
Dieses Jahr hat Heidel es wieder versprochen und ich hoffe und gehe davon aus, dass er aus der Vergangenheit gelernt hat und es diese Situation nicht wieder geben wird.

Unabhängig vom Timing kann man Heidel sicher noch vorwerfen, dass er zwar die Probleme im Schalker Kader prinzipiell richtig erkannt hat, diese aber nur teilweise lösen konnte. Ich erinnere mich an den ‚erfahrenen Sechser, der im Mittelfeld vorangeht‘. Gekommen sind Bentaleb und Stambouli. Ich finde Bentaleb toll und traue ihm diese Rolle in Zukunft zu, aber Stand heute ist er auch ’nur‘ ein 22-jähriger Spieler mit riesigem Talent und eben kein erfahrener Mann . Stambouli hingegen ist zwar erfahren, aber kürzlich durften wir im Interview lesen er sehe sich selber nicht als den Mann, der das Mittelfeld ordnert und vorangeht. Relativiert wird das natürlich dadurch, dass Heidel in Form von Coke und Naldo tonnenweise Erfahrung eingekauft hat. Dass beide zusammen auf deutlich weniger als 50% ihrer möglichen Einsatzzeit kommen ist dann halt sehr viel Pech gewesen, wie von Karsten auch genannt.

Defensive Stabilität wurde genannt, da sprechen unter dem Strich die Zahlen für sich, auch wenn es in den Spielen vielleicht nicht immer so gewirkt hat, insbes. zum Ende hin.

Bei der offensiven Durchschlagskraft denke ich, dass da schon noch einiges passieren kann in der nächsten Saison. Bleiben mal ein paar Offensivspieler gesund und entwickelt sich Avdijaj weiter, dann sehe ich uns schon jetzt ordentlich aufgestellt. Zusätzlich wird Heidel versuchen die Hunter-Lücke zu verkleinern, da bin ich gespannt wer kommt.

Was meiner Meinung nach ebenfalls helfen würde und nun schon seit Jahren fehlt ist ein wirklicher 10er, also ein offensiver Spieler der auch mal selber einnetzen kann. Das sind weder Meyer, noch Goretzka. Wenn man sich die Top-Scorer in der Liga anschaut muss man dementsprechend sehr sehr weit runter scrollen bis der erste Schalker kommt. Das ist dann Burgstaller mit seinen 18 Spielen für Schalke.

Letzten Endes hat es gerade im Offensivspiel dann auch mit der Qualität der Einzelspieler zu tun die gut aufeinander eingespielt sein müssen. Dieses ‚Gegenpressing ist der beste Spielmacher‘ sagt sich nur dann leicht, wenn du jemanden wie Shinji Kagawa an Bord hast.

Ein Wort noch zu Weinzierl: Ich bin auch nicht rundum überzeugt, aber gemessen an dem Standard der letzten Jahre scheint er wirklich gewillt zu sein aus Schalke eine Fußball-Mannschaft zu machen. Phasenweise sah es diese Saison ja schon danach aus.
Ich wünsche mir mehr Zeit für ihn und setzte meine Hoffnung auf die Einfachbelastung mit entsprechendem Training.

Flo Kno · 21. Mai 2017 um 16:44

was mir noch einfällt: Gab es irgendwo schonmal diese Konstellation, dass sowohl Manager als auch Trainer zur Saison neu gekommen sind? Das muss man sich mal klar machen.
Die mussten sich doch auch erstmal kennenlernen: Wie arbeitet der, welcher Spieler braucht der genau, usf.

So ein Kaltstart hätte auch noch viel schlimmer ausgehen können als 6 Punkte hinter Europa. Warum es nächste Saison nicht besser werden soll ist mir allein schon deshalb nicht ersichtlich.

    calvin · 26. Mai 2017 um 14:54

    klar gab es das schon. zuletzt bei hannover 🙂

    aber selbst wenn, ist es heidels risiko gewesen.

Hendrik · 21. Mai 2017 um 18:18

Moin!

Danke, Karsten, für die Analysen. Da ich von Taktik wenig Ahnung habe, sticht mir ein anderer Punkt immer wieder ins Auge: die spielerische Qualität unserer Spieler. Bei uns verspringen sehr viele Bälle. Es gibt viele Fehlpässe und Pässe, die nur gelingen, weil der Empfänger so eben mit der Fußspitze dran kommt. Gekonnte Ballannahme hoher Bälle gibt es bei uns kaum. Choupo-Moting schaft das manchmal. Die Fähigkeit, Bälle gekonnt im Tor zu platzieren, ist augenscheinlich auch nicht vorhanden – das hattest du ebenfalls erwähnt. Unter Druck den Ball flach und trotzdem fest neben den Pfosten zu setzen muss ein Bundesligaspieler doch hinbekommen.

Vor allem im Vergleich mit anderen Mannschaften fällt das auf. Ein Superstar wie Ronaldo scheint einen Magnet im Fuß zu haben. Aber auch in der Bundesliga gelingt es Spielern, saubere, gewollte und gezielte Pässe gefühlvoll zu spielen.

Warum klappt das bei Schalke nicht? Oder schätze ich das falsch ein?

Mit blau-weißen Grüßen,
Hendrik

    Karsten

    Karsten · 21. Mai 2017 um 22:55

    Hallo Hendrik,

    Eigentlich finde ich die Spieler großteilig auf technisch hohem Niveau. Besonders im Mittelfeld. Du erreichst auch nicht eine so hohe Passerfolgsquote mit nur Glück in der Ballannahme.
    Im Strafraum aber ist das was anderes, irgendwie scheinen sie manchmal zu rappelig. Keine Ahnung warum das so ist. Aber auch da ist technisch oft viel drin, der Teufel steckt natürlich im Detail. Der Fallrückzieher von Bentaleb am Samstag etwa war aller ehren wert. Nur eben einen Meter am Tor vorbei…

Detlef · 22. Mai 2017 um 09:17

Hallo, gute Analyse. Aber was fehlt, ist ein Hinweis auf das viel zu brave Verhalten der Spieler. Auch wenn man es nicht mag, Spiele werden auch entschieden durch Spieler wie Schwalben Werner oder Embolos Knochenbrecher. Oder schlimmstenfalls auch durch geschicktes Zeitspiel, dann hätte man das Ajax Spiel nicht mehr abgegeben. Und noch eine Ergänzung zur guten Defensiv Statistik, Schalke lässt den Gegner viel zu oft bis zum Strafraum anlaufen. Hier muss weit vorher mit aller Härte attackiert werden. Ansonsten wird das auch nächste Saison nix.

Chris · 22. Mai 2017 um 12:44

Vielen Dank an alle für die aufregende, aber nicht aufgeregte Diskussion. Mein Fazit dieser Saison: Ich bin nicht mehr so gerne S04-Fan gewesen, seit der Senor uns verlassen hat. Das war tolles Entertainment, mit einer Mannschaft, die immer alles versucht hat. Sich selber aus tiefen Löchern rausgeholt hat. Kein Derby verloren hat (obwohl die Zecken mittlerweile sportlich weit weg sind). Zwei tolle Fights gegen die Bayern geliefert hat. Gegen Gladbach schon raus war und wiederkam. Gegen Ajax schon raus war und wiederkam – um dann nur mit Haaresbreite noch raus zu fliegen. Tolle und überzeugende Neueinkäufe integriert hat. Viel Pech hat wegstecken müssen. Professionell auch mit großen Krisen umgegangen ist. In dieser Saison ist Leon Goretzka bei uns vom Talent zum Leistungsträger geworden, der uns entweder sehr weiterhelfen oder viel Geld einbringen wird.

Chris · 22. Mai 2017 um 12:45

Frage: Was meint ihr mit „Umbau der Profiabteilung“ die Heidel vornimmt? Was genau passiert da? Ich kann mich erinnern, dass er in der ersten PK von Zuständen sprach, die er verändern will.

    calvin · 26. Mai 2017 um 14:58

    der großteil vom umbau wird schon seit jahren geplant und phasenweise umgesetzt. es gibt hierzu auch das bautagebuch vom berger feld.

Chris · 22. Mai 2017 um 12:46

Liege ich richtig, dass wir diese Saison sehr viele Tore selber früh geschossen haben, aber viele spät kassiert? Wird das durch Fakten gestützt?

Rjonathan · 22. Mai 2017 um 15:47

Blöde Frage, aber … woher hast du deine Daten, insbesondere auch die Daten zu Schüssen aus dem 16er und 5er?

Flo Kno · 22. Mai 2017 um 19:16

Heidel: ‚Ich will, dass die Mannschaft ein klares taktisches Konzept auf dem Platz zeigt. Das ist ihr in dieser Saison nicht gelungen. Die Frage in unserer gemeinsamen Analyse wird sein: warum nicht.‘

Schön sowas mal vom Hauptverantwortlichen zu hören. Bin gespannt was die interne Analyse ergibt und wie das dann kommuniziert wird.

become_tim · 23. Mai 2017 um 10:24

Hallo!

In Sachen ‚zu wenig Tore‘ passt der Domainname m.M.n ziemlich gut. In der Saison, in der der S04 gerne mal aus einem 0:2 ein 4:2 gemacht hat, kamen noch wirklich gefährliche Halbfeldflanken von Fuchs und Farfan. Und zwar maßgerecht auf den Mittelstürmer. Gerade gegen tiefstehemde Gegner oft probates Mittel. Diese Art Spieler fehlt schon länger. Caicaras Flanken flogen immer ins Nirgendwo, Schöpf wählt die spielerische Variante, Choupo sucht regelmäßig das 1 gegen 1 und nimmt dem Spiel dadurch Tempo. Auch wenn Seo viele gefährliche Grundlinienläufe eingesetzt hat, so fehlt mir doch eine gute, scharf in den Sechzehner gezogene Flanke. Man beraubt sich selbst einer ehemaligen Stärke. Kann mich leider an zu viele Flankenversuche erinnern, die der erste Verteidiger mit dem Fuß klärte.

Ansonsten eine erfrischende und stichhaltige Gesamtbilanz, die jedem etwas Hoffnung macht 😀

    calvin · 26. Mai 2017 um 15:03

    gerade bei kol finde ich es sehr gut, dass er fast ausnahmslos flache hereingaben spielt. hohe flanken konnte er noch nie richtig gut. nicht jeder ist ein pander oder fuchs.
    auch finde ich, dass choupo, ungeachtet seiner anderen fähigkeiten, einer der wenigen spieler ist, die ein 1vs1 in tornähe sehr erfolgreich spielen kann. diese qualität fehlte oftmals.

usonline · 23. Mai 2017 um 15:36

@ Karsten

Mit Mängeln in der Menschenführung meine ich zB das öffentliche Kritisieren einzelner Spieler (zB Max Meyer oder Bentaleb) oder überhaupt die in aller Regel pauschale Schuldzuweisung an die Mannschaft, die im Unterliegensfall die Anweisungen des Trainerteams nicht umgesetzt hat.

Bei den Pressekonferenzen fand ich das manchmal schon zum Fremdschämen.

Wie es richtig geht macht mE unser Sportvorstand zB in diesem Interview vor:
http://www.kicker.de/news/video/2017124/video_heidel_es-werden-drei-vier-neue-dazukommen.html
Er nimmt alle Verantwortlichen (sich eingeschlossen!) in die Pflicht für das schlechte Abschneiden unterhalb der Erwartungen.

BWG

U.

    Chris · 24. Mai 2017 um 12:10

    Ich finde das ein schwieriges Thema. Kritik muss sein. Die Menschen haben einen Job, den sie erfüllen müssen. Was „Erfüllung“ im Sport allerdings meint, ist natürlich unsauber. Ich glaube, wir sind uns einig, dass es keine zeitgemäße Führung ist, „rumzumeckern“, weil das nur Reaktanz auslöst und die Leistung eher schlechter wird. Aber verdient ist Kritik in vorliegenden Fall allemal: Die Mannschaft – und das meint konkret die Spieler – haben in ca. der Hälfte der Spiele kolossalen Mist zusammengespielt und meine Nerven und das Vermögen des Vereins belastet. Dafür sind halt auch nicht immer nur die Umstände und der Trainer Schuld.

      Elias · 24. Mai 2017 um 14:22

      Findest du nicht, dass das ein bisschen übertrieben ist? Wenn wir dieses Jahr in der Hälfte der Spiele kolossalen Mist abgeliefert haben, was machen denn dann bitte Zweitligisten? Wenn man das so bewertet wären sicher über 90% der Leistungen im Fußball kolossaler Mist, zumindest so 60% in der Bundesliga.

      Zum eigentlichen Thema:

      Finde Weinzierls Verhalten in diesem Bereich auch problematisch. Stimme ihm bei den Einzelbewertungen häufig nicht zu, zum anderen ist dieses Vorgehen vermutlich eher nicht förderlich für die Zusammenarbeit. Wobei es bei solchen Fragen wiederum wirklich sehr schwer ist die genauen Auswirkungen von außen zu bewerten.

      Blauweißer Anhaltiner · 24. Mai 2017 um 16:16

      Kritik ist grundsätzlich nicht verkehrt. Wie will denn besser werden, wenn nicht über konstruktive Kritik von außen und über Kritik von sich selbst. Kritik üben macht man aber intern im Kreis der Leute, die es betrifft und nicht in der Öffentlichkeit. Das ist auch in der Berufswelt ein absolutes NoGo. Wer will schon von seinem Chef öffentlich vor eigenen Kollegen, Familienmitgliedern oder etwa vor potentiellen neuen Arbeitgebern kritisiert werden, erst recht nicht mit subjektiver Kritik. Wenn Weinzierl diesen Weg weiter geht, dann wird die Zusammenarbeit mit den Spielern und Kollegen nur unnötig schwieriger.

      Flo Kno · 24. Mai 2017 um 17:43

      Ich habe kürzlich diesen Vortrag von Tuchel gesehen:
      https://www.youtube.com/watch?v=pmKSmTMp-jQ

      Was er da über Kritik sagt macht mich nachdenklich. Sein Ansatz ist gerade nicht der, den Weinzierl insbesondere ggü. Bentaleb zu pflegen scheint, nämlich sein Verhalten dadurch zu beeinflussen, dass er ihn immer wieder auf Verhalten hinweist (‚immer wieder sagen‘).
      Tuchels Ansatz ist konkrete Spielformen zu entwickeln um den Spielern bestimmte Verhaltensweisen ab- und anzutrainieren.

      In dem Video beschreibt er zum Beispiel, wie er den Mainzern damals das Spiel flach durch die Mitte (flach, diagonal) beigebracht hat: Indem er die Ecken des Feldes abgeschnitten hat und das simple Spiel den Flügel entlang im Training so gar nicht mehr möglich war.

      Ich war noch nie bei einem Schalke-Training, aber immer wenn sich Weinzierl etwas konkreter zu seiner Philosophie und seiner Arbeitsweise äußert, was er recht selten tut, dann klingt das für mich im Vergleich zu Tuchel eher nach alter Schule: Körperlich robust, Zweikämpfe gewinnen, Flügelspiel, Flanken und dieses Gedöns.

      Wer das Video noch nicht kennt sollte es sich unbedingt mal anschauen.

      ES · 24. Mai 2017 um 18:51

      Diesen Vortrag von Tuchel finde ich auch sehr gut. Es zeigt seine allgemeine, sehr moderne Einstellung zu Führung und Team generell.

      Wir müssen natürlich immer unterscheiden zwischen dem, was ein Trainer öffentlich sagt und dem, was er tatsächlich tut. Ich gehe selbstverständlich davon aus, dass alle Trainer der Bundesliga, einschließlich Weinzierl, so professionell sind, das zwei verschiedene Dinge sein zu lassen. Die hohe Kunst ist dann, dass dabei trotzdem was Authentisches rauskommt. Und da gilt: Je mehr Erfolg, desto mehr Authenzität wird abgekauft (Beispiel Klopp, der sich bei seiner letzten, der schlechtesten, Dortmunder Saison vom begnadeten Rhetoriker zum Phrasendrescher gewandelt hat, aus Hilflosigkeit). Ich gehe auch davon aus, dass fast alle Trainer, insbesondere Weinzierl, ihre Spieler nicht volllabern (übrigens wurde so etwas immer wieder von Labbadia kolportiert), sondern wie Tuchel das taktische Verhalten in Übungseinheiten trainieren lassen.

      Aber wie Du war ich auch noch nie beim Schalker Training.

      Flo Kno · 24. Mai 2017 um 20:39

      Hi ES,
      ja, ich gehe auch davon aus, dass bei Weinzierl mehr dahinter steckt als es in Interviews manchmal scheint. Und letzten Endes gilt ja immer: Entscheidend is aufm Platz. Auf letzterem ist jedenfalls noch Luft nach oben in der kommenden Saison.

      ES · 24. Mai 2017 um 21:03

      100% d’accord. Aber „wichtig ist auf dem Platz“ und „Luft nach oben“, das macht in der Summe schon 10€, oder?

      Flo Kno · 24. Mai 2017 um 21:45

      ‚Entscheidend is aufm Platz‘ macht für sich allein schon nen 10er, denke ich 😀

      Chris · 26. Mai 2017 um 10:28

      @Elias: Der Vergleich mit dem Zweitligisten ist ja nicht valide, weil fussballerische Leistung doch nicht am absoluten Tabellenstand abzulesen ist: Ich meine für das, was die Spieler drauf haben (sollten), ist das Gezeigte oft zu wenig gewesen. Ich habe ja an anderen Stelle (auf dieser Seite) gesagt, dass ich Team toll finde. Aber es gab doch eine gravierende Menge an Spielen und Einzelleistungen, die objektiv nicht gut waren. Das sind erwachsene Menschen in und mit einem sehr privilegiertem Job, die muss man auch mal dafür kritisieren dürfen, wenn sie „Bockmist“ bauen. Z. B. Badstuber im Freiburg-Rückspiel: Das ist kurz vor Arbeitsverweigerung. In einem funktionierenden System spricht man das an, und dann „Mund abwischen und weiter“ (€5,-, denke ich). Man kann nicht immer nur den Ruhm (öffentlich) einheimsen, wenn es klappt, aber wenn es nicht klappt, will es keiner gewesen sein. Vielleicht bin ich nur enttäuscht, weil meine Vorstellung vom Teamverständnis des FC Schalke 04 haltlos naiv und veraltet sind.

      calvin · 29. Mai 2017 um 12:49

      es kommt auch immer auf drauf an, wie die kritik ausschaut, ob diese aussergewöhnlich ist, auch im bezug zu den sonstigen, und ob sie auch einen selbst einschliesst. selbstkritik habe ich bisher nicht vernommen.
      die letzte bekannte aussage missfällt mir wieder mal:
      „Wir wissen jetzt: Wer identifiziert sich mit Schalke? Wer hat das Herz am rechten Fleck? Wer bringt Schalke weiter? Das sind Erkenntnisse aus 50 Spielen. Da müssen wir alles genau hinterfragen.“
      das finde ich schon recht billig und auch unfair. faulen äpfel. birnen und anderes gemüse sind verantwortlich für die missernte….

ES · 24. Mai 2017 um 19:02

Einen Spieler der Saison würde ich gerne hervorheben, auch weil ich ihn noch zur Mitte der Hinrunde scharf kritisiert habe: Ralf Fährmann. Ralle hat während der Saison eine enorme Entwicklung gemacht, von einem Torwart, der die Bälle nur hoch abschlagen konnte zu einem modernen, mitspielenden Schlussmann mit akzeptabler Pressensresistenz. Diese Entwicklung war praktisch von Spiel zu Spiel greifbar. Dass er dabei nichts von seiner sonstigen Extraklasse in den klassischen Torwartdisziplinen verlernt hat, durfte er in dem einen oder anderen Spiel unter Beweis stellen.

    Voice · 26. Mai 2017 um 11:07

    Da bin ich ganz deiner Meinung. Planlose, lange Bälle hat man immer weniger gesehen. Meist hat Fährmann eine andere Lösung gefunden, was zu Saisonbeginn noch ganz anders war. Klare Fehler gab es dabei kaum, auch wenn er technisch natürlich kein Neuer mehr werden wird. Sein letztes verbliebenes Manko ist das Mitspielen im Sinne von lange Bälle klären. Da zögert er oft zu lange und kann dann nicht mehr eingreifen bzw. hat nicht die Position, um rechtzeitig zum Ball zu kommen.

      calvin · 26. Mai 2017 um 15:08

      fährmanns spielerischen fähigkeit verbessern sich schon konstant seit mindestens 2 jahren. der torwarttrainer, kam mit breitenreiter, scheint gut mit ihm zu harmonieren. da ziehe ich auch mein hut vor.

ES · 24. Mai 2017 um 20:16

Wir hatten diesen kleinen Disput schon mal im Verlaufe der Saison: Ich glaube nicht, dass Schalkes Problem so sehr darin bestand, gegen tief stehende Gegner das Spiel zu machen (Mainz in der Hinrunde, Darmstadt in der Rückrunde (hier war ganz ganz offensichtlich die miserable Chancenverwertung das Riesenproblem, nicht wie man den Gegner prinzipiell bespielt), sowie mehrere schwächere Gegner sowohl im Pokal als auch in der EuroLeague waren sehr gelungene Beispiele). Ich mache als das Hauptmanko Schalkes Schwäche gegen stark und hoch pressende Gegner aus (Bayern im Pokal, Leipzig, Frankfurt, Freiburg), selbst wenn dieses Pressing im Einzelnen unsauber und löchrig war (HSV, Amsterdam etc.). Da scheint mir Weinzierl noch ohne überzeugende Antwort zu sein. Die Mannschaft versucht selten, sich durch die Pressingblöcke durchzukombinieren (ist ja auch gefährlich). Sie schafft es auch nicht, durch geschicktes Auseinanderziehen und schnelles vertikales Spielen über wahlweise hintere oder vordere Positionen (Eckpfeiler bei Hoffenheim sind da Baumann und Wagner), sich dem Pressing zu entziehen, um dann geduldig die Lücken zu finden (Hertha in seinen besten Spielen, Hoffenheim). Die Weinzierl-Lösung ist die Flucht über Außen, und wir haben dann schon oft über das Loch in der Mitte diskutiert. Wenn die Idee von Weinzierl funktioniert, wird der kompakte gegnerische Block auf die eine Seite gezogen (meist links), und dann folgt die weite Spielverlagerung auf die offene rechte Seite (Beispiel Rückrunde gegen den HSV, die Szene vor den Pfostenkopfball vom Hunter). Das ist eine gute Idee, aber als Strategie fürs ganze Spiel zu wenig, es sei denn es würde gelingen, so etwas konstant und häufig zum Erfolg zu bringen, was ich nie gesehen habe. Ich würde eine Spielweise favorisieren, bei der Schalke trotz hartem Pressing um die Dominanz im Mittelfeld kämpft und diesen Kampf auch gewinnt. Bentaleb, Stambouli und Goretzka haben das Zeug dazu, einen Meyer ohne Olympia und mit Sommervorbereitung kriegt man vielleicht dahin.

    Chris · 26. Mai 2017 um 10:19

    Ich glaube diese Spielidee mit der links-rechts-Verlagerung bei den Zecken im Derby-Rückspiel als zentrales Mittel erkannt zu haben. Um den Passgeber frei zu stellen, hatten sie ziemlich überzeugende Kombinationen einstudiert.

Thomas · 27. Mai 2017 um 02:46

Ich möchte hier auch mal auf die „wahre“ Tabelle hinweisen in der Schalke auf Platz 5 mit sagenhaften 9 Punkten mehr gelandet ist. (Ist nun die Frage, in wie weit das jetzt wahr ist, aber ich möchte auch mal zu bedenken geben, dass uns Schiedsrichterentscheidungen dieses Jahr auch nicht sehr hold waren)

Sonst kann ich so manche taktische Änderung and Rangehensweise nicht ganz nachvollziehen, sehe Weinzierl aber taktisch recht stark. Menschlich fand ich da einiges eher merkwürdig, ist aber die Frage, wie das intern gemacht wurde. Nächstes Jahr sind wir klüger.

    ES · 27. Mai 2017 um 13:25

    Dass es so viele Punkte sind, hätte ich nicht gedacht. Ich mach mal für die nächste Saison eine extrem plausible Rechnung auf: Die 9 Punkte hat Schalke in der nächsten Saison schon mal mehr auf dem Konto, hinzu kommen 9 Punkte, weil sich das Schiedsrichterpech der letzten Saison noch ausgleichen muss (Gesetz der großen Zahl). Weitere 11 Punkte sind der Tatsache geschuldet, dass Schalke nur diese eine Belastung hat und von Donnerstagspielen befreit ist (gleicher Effekt wie bei Hoffenheim, Leipzig, Köln etc. diese Saison). Schließlich sind 11 weitere Punkte zu holen, weil die Mannschaft eingespielt und schlicht besser ist als in der letzten Saison, die Maßnahmen des Trainers greifen, Schalke mehr Glück mit Verletzungen haben wird etc. insgesamt komme ich also bei konservativer Rechnung auf 43 (Punktezahl diese Saison) +9 + 9 + 11 + 11 = 83 Punkte (Bayern 82 düse Sazsin). Das wird reichen für die Meisterschaft.

      Thomas · 28. Mai 2017 um 00:18

      Hoffen wir es mal, ich würd deine interpretation des gesetztes der großen zahlen so jetzt nicht unterschreiben, aber ich hab herzlich gelacht (Ich hoffe ich habe jetzt keine Ironie reininterpretiert, wo keine ist 😀 )

      ES · 28. Mai 2017 um 00:24

      2 ist größer als 1, daher findet das Gesetz der großen Zahl hier Anwendung. Ne, alles ironiefrei:-)

Rüdiger · 12. Juni 2017 um 10:50

Hallo,
ich bin erst jetzt auf „Halbfeldflanke“ aufmerksam geworden und über die brillianten Analysen überrascht. Aus diesem Grund erstmal ein Bookmark gesetzt und werde hier regelmäßig vorbeischauen.
Die Saison sehe ich ähnlich emotionsarm und kann manche Kommentare von anderen Schalke-Fans nicht nachvollziehen, die gleich die Keule mit Trainerweg- und Managerweg-Rufen unkend schwingen. Es war halt auch einiges an Pech dabei und die vielen Englischen Wochen haben die Mannschaft geschlaucht.
Bin auf die neue Saison gespannt. Aber ich fürchte, auch dann wird wieder das Bayern-Gähn dominieren, nur die restlichen Plätze machen die BL spannend.

Perez · 22. Dezember 2017 um 04:04

Wow!
Ich finde es unfassbar gut, wie hier kommuniziert wird! Die Artikel kommen knackig, clever konstruiert und mit ordentlich Taktikverständnis gewürzt daher und die Kommentare sind kultiviert, konstruktiv, lesenswert…
Ich bin erst vor Kurzem auf diese Seite gestoßen und glücklich, hier eine „Heimat“ zu finden, die nach Schalke und nach Qualität duftet. Ich bin sehr gespannt auf das, was kommt und grüße alle! Frohe Weihnachtstage und danke für alles, was ich hier bereits lesen durfte und in Zukunft darf. Großes Kino! (Nix ins Phrasenschwein ;P)

Kulturwandel auf Schalke: Von Führung, Motivation und Christian Heidel. | Halbfeld­flanke · 18. Juni 2017 um 09:07

[…] Umbruch auf Schalke beinhaltet die Implementierung einer neuen Kultur. Plötzlich wird ein demokratischer Führungsstil […]

Mittelfeld-Motor Max Meyer | Halbfeld­flanke · 2. Juli 2017 um 18:18

[…] lasse und Max Meyer dabei als Beispiel heranzog. Insgesamt versuchte Schalke die ganze Saison Hart & Steil zu spielen, nach Weinzierls Idee kommt der Spielaufbau dafür aus der Tiefe, vorne gibt’s ein […]

Leon Goretzka schaltet schneller um als sein Schatten | Halbfeld­flanke · 3. Juli 2017 um 08:17

[…] alles machte ihn für Weinzierl so wichtig. In dessen Spiel braucht es einen Spieler der alles Ausbalanciert (lies: Nabil Bentaleb) und ein starkes […]

Analyse 2017/2018: Tedesco krempelt Schalke um. Mehrfach. - Halbfeldflanke · 22. Mai 2018 um 23:08

[…] 04. Saison-Analysen habe ich schon geschrieben (2013/14, 2014/15, 2015/16, 2016/17). Jedes Mal habe ich versucht zu verdeutlichen, dass Schalke sich in dem jeweiligen Jahr […]

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