Huiuiui, so eine Hinrunde hat wohl niemand erwartet. Selbst mein Vater, der Schwattgelbe, ist überrascht. Und der hat schon düstere Prognosen vor der Saison abgegeben. Aber düster können ja alle, Halbfeldflanke versucht etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

Zum Ende der letzten Saison habe ich geschrieben, was ich nach der Sommerpause von Schalke erwarte: „mehr Spielwitz und weniger Kick & Rush.” Ich habe ausführlich beschrieben, dass Schalke sich speziell in der Rückrunde mit viel viel viel zu einfachem Konterspiel über Wasser hielt und dass das nicht von Dauer sein könne. Ich habe geschrieben, dass ich in der neuen Saison mehr von Tedesco’s Schalke erwarte. Das Spiel müsse zwangsläufig etwas komplexer werden, weil Schalke auch mal mit Ball am Fuß agieren solle und nicht nur auf Standardtore setzen solle.

Ich glaube (#kaffeesatzleserei), dass Tedesco und Heidel ganz ähnliche Gedanken hatten. Sie wollten mit neuem Personal auf der sicheren Defensive aufbauen und sich, Schritt für Schritt, ein vertikales Ballbesitzspiel erarbeiten. So der Plan. Doch wie sagte Brecht so schön:

Ja, mach nur einen Plan! Sei nur ein großes Licht!

Und mach dann noch’nen zweiten Plan… gehn tun sie beide nicht.

Bert Brecht bringt die Hinrunde auf einen Punkt

Saisonbeginn vergeigt

Die ersten Spiele wurde also probiert zunächst die alte Stabilität wieder zu zeigen. Mit vielen neuen Spielern allerdings. Klappte nicht. Besonders Sané legte ein bis drei Spiele mit heftigen Wacklern hin. Seitdem spielt er zwar großflächig stark und stabil, aber da war die Niederlagenserie bereits ins Rollen geraten. Sané soll hier gar nicht als Schuldenbock herhalten, sondern als Beispiel dienen. Die komplette Mannschaft zitterte sich schon durch das Pokalspiel vor dem ersten Spieltag.

Das Narrativ einer Saison ist eben entscheidend. Und das Narrativ der vergangenen Hinrunde ist eben, dass Schalke noch ein bisschen High von der Vizemeisterschaft in eine Saison gestolpert ist, in der plötzlich bei allen anderen viel klappte, nur bei der eigenen Mannschaft irgendwie viel gar nicht. Dazu noch ein bisschen Pech und zack, feddich: 5-Spiele Niederlagenserie.

Das Pressing, Glanzstück der Vorsaison, brauchte eine ganze Weile bevor es in Tritt kam. Und weil vieles nicht so klappte wie es sollte, reagierte Tedesco. Er stellte um, damit die Defensive wieder gefestigt werden konnte. Sobald das halbwegs Griff, fiel aber etwas anderes stark ins Auge: Schalke hat Probleme mit dem Toreschießen. Also stellte er wieder um. Spieler, von denen sich viel versprochen wurde, performten aus unterschiedlichen Gründen nicht. Und Tedesco stellte um.

Von Baustelle zu Baustelle eilend und mit haufenweise Ideen im Gepäck.

Schalke hatte schon mehr Formationen und Personal in 7 Spielen, als viele andere Teams in einer ganzen Saison. Tedesco versuchte den Abwärtsstrudel zu unterbrechen. Von einem wesentlichen Teil der Anhängerschaft wird ihm dafür Aktionismus vorgeworfen. Auffällig ist allerdings, dass Tedesco nicht lange dabei zusieht, wie etwas nicht funktioniert. Er passt es an oder versucht es passend zu machen. Was fehlt ist die Konstanz. Gleichzeitig ist Konstanz aber eben blöd, wenn sie nach unten zeigt.

Und so ging‘s dann auch irgendwie weiter…

Das einzige worauf bei Schalke in dieser Saison bisher verlass war, ist, dass Pläne nicht aufgingen. Irgendwas geriet dazwischen. Spieler verletzten sich, Schiedsrichterentscheidungen gingen spektakulär in die falsche Richtung, und wenig Glück war auch dabei. Letztes Jahr erzielte Schalke 14 Standardtore. Diese Saison sind es bisher 2, kein Team hat weniger. Dafür hat Schalke schon 4 verwandelte Strafstöße, kein anderes Team hat mehr. Immerhin.

Einzelne Gründe für Probleme rauszusuchen ist Müßig, weil es ein komplexes Geflecht ist, dass sehr stark durch den Rückschaufehler unterfüttert wird. Im Nachhinein, das Ergebnis kennend, ist es einfach gescheiterte Pläne zu verurteilen. Genausogut hätte es ein genialer Schachzug gewesen sein können, einen schnellen Außenverteidiger in den Sturm zu stellen. Und eigentlich war das auch gar kein entscheidender Faktor zum Ausgang des Derbys, aber eben doch sehr spektakulär.

Und „spektakulär“ unterfüttert das Narrativ. Gegen dieses stemmte sich der Coach und das Team nach Möglichkeiten. Mit neuen Plänen, die aber im Großen und Ganzen wieder nicht zündeten. Das Narrativ wurde weiter gestärkt…

Dies wäre aber nicht Halbfeldflanke, wenn wir nicht mit dem Narrativ brechen würden und ein paar Zahlen hätten, das auch noch zu belegen.

Hinten geht‘s

Klar, der Narrativ sagt was anderes, aber die Defensive steht. Das Pressing funktioniert. Es gibt einen Wert, der das auszudrücken versucht: Erlaubte Pässe pro Defensivaktion (PPDA). Schalke liegt hier im Ligavergleich auf Platz 5. Knapp besser als Leipzig und etwas schlechter als Hoffenheim. Die Top 3 der Liga sind München, Wolfsburg und Augsburg.

Bei den abgefangenen Bällen und bei den Tackles ist Schalke jeweils Top 3. Da ist auch die Formation egal. Keine Mannschaft kommt ohne große Probleme in den Schalker Strafraum. Das war im Derby so und das war auch im Spiel gegen Frankfurt so.  Schalke lässt pro Partie nur 12,9 Schüsse des Gegners zu, das ist der sechstniedrigste Wert der Liga.

Dass Schalke sich trotzdem ein paar mehr Gegentore leistet, als in der Vorsaison ist in meinen Augen besonders dem Narrativ geschuldet. Es gab ungewöhnlich viele individuelle Aussetzer, besonders zum Beginn der Saison. Auffällig wird das, wenn wir die ersten 5 Spiele mal ausklammern. In der Tabelle ab dem 6. Spieltag steht Schalke auf Platz 8, nur 5 Punkte hinter dem Zweitplatzierten und nur 3 Teams haben weniger Gegentore.

Vorne geht nix

Schalke hat Probleme mit dem Toreschießen. Den Satz schreibe ich jetzt schon in Texte, seit es diesen Blog gibt. Im Vergleich zur Vorsaison ist es aber nochmal schlechter geworden. Es wurden nur 13,1 Schüsse abgegeben. Damit liegt Schalke zwar genau im Mittelfeld der Liga, doch nur 4,1 davon gehen auch auf’s Tor. Das Verhältnis ist bitter, nur Nürnberg und Stuttgart haben ebenfalls eine Schussgenauigkeit von unter 32%. Ganz ähnlich ist es bei Schüssen aus dem 5er, hier ist Schalke ebenfalls Top 3 von unten.

In der vergangenen Saison hatte Schalke die 5. wenigsten Schüsse von außerhalb des Strafraums (36%). Schalke schießt zwar selten, will aber dann lediglich aus aussichtsreichen Situationen abschließen. In dieser Saison hat sich das gedreht. Es scheint eine ganze Portion Verzweiflung dabei zu sein, denn plötzlich hat Schalke die 6. meisten Schüsse von Außerhalb (42%).

Zwei Spieler im Fokus: Embolo & Uth

Es gibt 2 Spieler, die ich positiv herausheben möchte (also, wenn es um den Angriff geht), Breel Embolo und Mark Uth. Ich muss gestehen, dass ich an der unsagbar schlechten Chancenverwertung Embolos verzweifelt bin. Vielleicht ist das auch Teil der Gesamtsituation. Allerdings ist es unfassbar, wieviele hochkarätige Chancen er sich erspielt hat.

Uth war der Offensivmotor auf zwei Beinen. Lange nicht mehr so einen Spieler in Königsblau gesehen. Überall, immer aktiv, alle einbindend, alles ausbalancierend. Die Idee ihn auf die 8 zu stellen war in der Situation die genau passende. Wie Uth Chancen kreierte und die Stürmer in Szene setzte war schon sehr beeindruckend. Besonders weil es zu Phasen war, in denen um ihn herum nicht viel zusammenlief.

Das beide ausgerechnet gegen Frankfurt ihr letztes Spiel machten, passt ins Bild. Das Spiel kam zu einer Zeit als es gerade bergauf ging für Schalke, emotional. Und dann gab es einen nachhaltigen Schlag in den Nacken. Das Narrativ der Saison war fertig.

Es wird mehr gedribbelt

Wenn wir ein Muster aus den zum Teil sehr unterschiedlichen Partien der zweiten Hälfte der Hinrunde heraussehen wollen, so ist es das Dribbeln. Die zum Teil schlechten Passerfolgsquoten kommen nicht zwangsläufig nur durch schlechtes Passspiel. Oft sind sie gepaart mit wenigen Pässen insgesamt. Außerdem sind Fehlpässe oft dadurch verschuldet, dass sie spät nach einem langen Lauf angesetzt wurden. Denn das ist so ein bisschen das Mittel der Wahl gewesen diese Halbserie: Dribbeln. Besonders in den letzten Spielen.

Zum einen geht es um Andribbeln (ausführlicher in der Analyse gegen Hoffenheim[ beschrieben) und die Verteidigung so aus der Formation zu ziehen. Zum anderen geht es aber darum das Konterspiel zu verfeinern. Im Schnitt schafft es Schalke 11 Mal pro Spiel, mit Ball am Fuß an Gegenspielern vorbei zu ziehen. Dortmund schafft das 11,1 Mal. München 10,2 Mal. Hoffenheim 9,9 Mal. Das sind die Top 4 der Liga. Caligiuri (2,4 Mal pro Spiel) und Harit (2,3) sind hier in den Top 6, Schalke als einziges Team mit zwei Spielern in den Top 10.

Bad Cop: Karsten genervt von viel Polemik allerseits

Ich lese viele Kommentare und versuche vielen Leuten zuzuhören, was deren Meinung zu Schalkes aktueller Situation betrifft. Oft muss ich mich da sehr wundern, wie argumentiert wird. Zum Teil sogar von hoch angesehenen Fachleuten oder Sportreportern. Da wird angeprangert, dass Tedesco nicht mutig genug sei, im nächsten Atemzug aber die Idee, Mendyl in den Sturm zu stellen, zerrissen. Ich höre Vorwürfe, dass er nie etwas anderes probiert um mal Druck nach vorne aufzubauen, nur um sich im nächsten Satz zu beschweren, dass Formationen und Aufstellungen zu viel gewechselt würden. Rotation wird beklagt und sich gleichzeitig gewundert warum es so viele Verletzungen gibt, und/oder gefordert mehr Jugendspieler einzubauen.

Es gibt vieles was nicht ganz zusammen passt. Und auch wenn nicht jeder Widerspruch für jeden widersprüchlich erscheint, so aus wird Unzufriedenheit oft ein Schnellschuss in der Problembeurteilung. Soweit, so normal. Davon lebt der Boulevard. Allerdings ist das mit dem Ursache -> Wirkung Prinzip zwar sehr einleuchtend, doch gilt das eigentlich nur für atomare Einzelteile. Alles darüber hinaus bildet ein komplexes Gewebe an Ursachen, die verschiedene Wirkungen nach sich ziehen und ihrerseits wiederrum Ursache für weitere Wirkungen sind.

Anders ausgedrückt, „die Hinrunde war murks, weil zu viel Rotiert wurde“, ist natürlich Käse, weil nicht zum Selbstzweck rotiert wurde. Ein erheblicher Teil der Rotation ist den Verletzungen geschuldet, der Idee nicht performende Spieler nicht spielen zu lassen und dem Ziel dem Saisonverlauf eine andere Richtung zu geben. Es müssten also die Gründe dafür erörtert und mit einbezogen werden. Kausalität ist eine komplizierte Sache, besonders, wenn die Zeiträume so groß sind so dermaßen viele handelnde Akteure involviert.

In den Wirtschaftswissenschaften wird von Multiplikatoren gesprochen. Verschiedene davon, die für sich genommen eigentlich kaum einen Effekt haben, treffen aufeinander, verstärken sich gegenseitig und werden als Gesamtergebnis sichtbar. Das nennen wir auch den Ripple Effekt, nach dem einzelne Tropfen große Wellen schlagen können.

Zielgerichteter wäre die Diskussion also weniger plakativ. Denn schließlich gibt es auch noch verschiedene Nebendiskussionen, über die Kaderzusammenstellung, den Erfolg von Spieler-Einkäufen, welcher Torhüter denn jetzt spielen solle, 42 gelbe Karten (Liga höchstwert), die Jugenddurchlässigkeit, die Aufstellungen und noch vieles mehr. Alle diese Themen werden immer wieder in den gleichen Topf geworfen. Wobei sie unabhängig voneinander zu betrachten verdient hätten, das wäre auch erfolgsversprechender.

/rant

Good Cop: Karsten erträumt sich die Rückrunde

Bleibt die Frage, wie’s weiter geht. Offensichtlich wird Schalke zwar in die nächste Runde der Champions League einziehen, weil der nächste Gegner so eine Art Freilos ist, aber entscheidend ist ja nunmal die Liga. Und selbstverständlich wird es da vermutlich etwas schwer sich erneut für die Champions League zu qualifizieren. Aber wenn sich die Position in der Tabelle entscheidend nach oben verbessern soll, könnte ein Szenario etwa so aussehen…

In der Winterpause schafft Tedesco es, die Mannschaft auf Null zu stellen. Die Hinrunde wird ignoriert und ähnlich wie beim 4:4 Derby-Sieg fangen die Schalker Köpfe neu an. Was zählt ist nur die Rückrunde. So können Altlasten abgelegt werden und es gibt keine Grundnervosität mehr. Schalke spielt befreit auf und kommt mit einem komplett anderem Gesicht aus dem Trainingslager.

Schalke ist jetzt deutlich aktiver und möchte häufiger den Ball haben. Primärziel ist nicht mehr nur den Gegner am Toreschießen zu hindern, sondern am Fußballspielen insgesamt. Und zwar dadurch, dass Schalke selbst spielt. Ball und Gegner sollen laufen gelassen werden. Zumindest im Mittelfeld. Denn von da und aus gesichertem Ballbesitz wird das rasante Vertikalspiel aufgezogen.

Rasant vor allem deshalb, weil die Spieler sehr viel Bewegungsfreude mitbringen. Dreiecke Bilden, Kreuzen und gegenläufige Bewegungen, all solche Dinge, die bisher teilweise da waren, aber eben nicht häufig genug und vor allem nicht konstant.

Weil die Mannschaft jetzt deutlich aktiver ins Spiel eingreift, braucht sie auch mehr Ruhephasen. So wird es immer mal wieder Momente geben, in denen sich Schalke auch etwas fallen und den Gegner anlaufen lässt. Durch das solide Pressing ist hier aber nicht viel zu befürchten und bei Ballgewinn wird schnell auf Attacke umgeschaltet. Ballbesitzanteile werden sich auf 60% (± 5%) einpendeln. Passerfolgsquoten auf 85% (± 5%).

Durch stärkere Kombinationen kommt Schalke auch besser in den Strafraum und kommt so zu mehr Abschlüssen. Die Passquoten werden wieder hoch gehen, die Abschlüsse auch, besonders aber die Qualität derer wird steigen. Es wird wieder weniger von außerhalb geschossen.

Zum Ende der Saison steht das Schalker Mittelfeld für Erfolg: Rudy, Bentaleb, Harit, Uth.

Glück auf.

P.S.: Der Podcast zur Hinrunde folgt auch noch.

Kategorien: Spiel & Spieler

Karsten

Karsten

Karsten ist auf Kohle geboren, in Europas weltschönstem Herten nämlich, der Stadt, die mal die höchste Fördermenge in Europa hatte. Aufgewachsen in einer Familie von Püttologen studierte er an der FH Gelsenkirchen irgendwas mit Computern. Später zog es ihn in die Ferne zu den Wikingern, wo ihm erst bewusst wurde, wie viel Ruhrpott in ihm steckt. Nach hunderten von Herzklabastern, weil der elende Internetstream immer bei blau-weißen Torchancen abbrach, ist er als Doktor Labertasche wieder zurück in der Heimat (mit Dauerkarte in Block 5) und theoretisiert neben der Maloche den König Fußball. Weil aber seine Kumpels schnell davon genervt waren, verlagerte er das Ganze und gründete Halbfeldflanke zum Beginn der Saison 2013/2014.

20 Kommentare

Oebel · 31. Dezember 2018 um 09:54

Prima Zusammenfassung. Unaufgeregt und absolut zutreffend. So, wie in der vergangenen Saison knapp die Spiele für uns ausfielen, so war es vor allen Dingen in der Hinrunde oftmals nur kleine Dinge, die gegen uns ausfielen. Herzlichen Dank für Deine feine Art des Filetierens und einen guten Rutsch! Mit Uth und Mut werden wir die beste Rückrunde zelebrieren

    Konstantinos · 31. Dezember 2018 um 12:23

    Respekt von der tiefgründige im Detail professionelle analysierten Berichterstattung..

Andreas · 31. Dezember 2018 um 14:30

Du triffst mit Deiner Analyse wieder mal genau ins Schwarze! Respekt Karsten. Ich lese mir eigentlich nach jedem unserer Spiele die Statistiken durch und es graut mir meist dabei. Wenn man das jetzt aber hier von Dir so liest, dann wirkt es noch viel schlimmer. Aber nun gut: Kopf hoch, auch wenn der Hals dreckig ist. Euch allen ein frohes neues Jahr und Dir Karsten: Vielen Dank für Deine Mühen (ich freue mich schon auf Deinen Podcast)
Glück auf

Schalker Junge · 31. Dezember 2018 um 15:33

Wenn man die aufgezählten Statistiken hier so liest könnte man den Eindruck gewinnen das Schalke um den Titel spielt und nicht 13. ist. Das grösste Manko, meiner Ansicht nach, ist Tedescos ewiges Rotieren. Selbst die Spieler beklagen das und es spiegelt sich auch durch die Hinrunde wieder. Kaum Zusammenspiel der einzelnen Mannschaftsteile, vieles wirkt zufällig, nicht einstudiert. Es werden die verletzten Stürmer beklagt, nur waren diese ja nicht die ganze Hinrunde verletzt und auch mit allen ab Bord klappte es nicht. Das grösste Manko liegt im Mittelfeld, kein Spieler der ” die Fäden zieht ” mal die entscheidenen Pässe spielt. Was Schalke fehlt ist ein Leader. Da stehen zuviele Indiander aber kein einziger Häuptling auf dem Platz.
Das sollte man ändern, mit Spielern aus der zweiten Liga wird dieser Turnaround nicht vollzogen.
Glück auf

    ES · 31. Dezember 2018 um 16:58

    Haha, geiler Kommentar. Da hast Du die ganze Serie von Vorurteilen und dummen Sprüchen nochmal treffend zusammengefasst. Nice.

      IT · 31. Dezember 2018 um 19:22

      But real suprise from the other side…
      Statt sachlich zu diskutieren, kommt von dir nur ein Rumgetrolle- nice!
      Ein Gegenstand zum Diskutieren ist m.E. das “wenn wir die ersten 5 Spiele ausklammern, dann…”
      Die ersten 5 Spiele waren gegen Wolfsburg, Berlin, Mgladbach, Bayern und Freiburg. Alles oftmals kein “Fallobst”. Werden im nächsten Schritt die Partien gegen gutes bis sehr gutes Bundesliga-Niveau einbezogen, so kann das Ergebnis lauten, dass es zu 2 Pünktchen gegen ebendiesen reichte…
      Auch kann die Kritik an der Rotation berechtigt sein -oder auch nicht- jedoch widerspricht sie nicht etwaige Verletzungen o.ä.. Ein Vergleich zu vielen anderen (europäischen) Vereinen ist nicht schwer. Auch weitere Punkte lassen sich durchaus als berechtigte Kritik äußern, ohne polemisch sein zu müssen. Es ist kein gutes Stilmittel jemanden Polemik vorzuwerfen, wenn vom Kritiker selbst Verallgemeinerungen u.ä. genutzt werden.

      Ein weitere Kurzanalyse von T. Escher: https://www.11freunde.de/artikel/warum-schalke-kein-kandidat-fuer-den-europacup-ist

Ruhrpott · 31. Dezember 2018 um 20:51

@ IT, das die von dir aufgeführte Escher Analyse angeht hast du schon bemerkt, das es sich um die Saison 16/17 unter Weinzierl handelt……. !?

Stevie · 1. Januar 2019 um 11:01

Ein guter und witzig geschriebener Text. Achte vielleicht nur ein bisschen mehr auf Rechtschreibung und Zeichensetzung. 😉

Erle · 1. Januar 2019 um 13:58

Aufschlußreiche Analyse! Ich drücke dem guten Bullen alle Daumen. Übrigens solange du soviel Zeit in die inhaltliche Qualität deiner Texte steckst, ist die manchmal kreative Buchstaben- und Zeichenauswahl nur ein zu vernachlässigendes ästhetisches Problemchen…
Glück auf 2019

    Karsten

    Karsten · 1. Januar 2019 um 14:07

    So schön hat meine katastrophale Rechtschreibung noch niemand umschrieben. 🙂
    Merci vielmals. Und ebenfalls ein tolles 2019!

Mikkel · 1. Januar 2019 um 18:02

Mensch Karsten, haste Mal dran gedacht dem Tedesco als Taktik-Coach unter die jungen Arme zu greifen? Schön, nicht immer zu hören watt nich geht sondern Lösungen zu entwickeln. Sehr gut! Glückauf von einem auch auf Kohle geborenem.

Eisenschleuder · 2. Januar 2019 um 11:28

Danke für die tolle Analyse.
Interessant find’ ich, dass Du in Deinem Ausblick ganz ohne die Bewertung sich abzeichnender Zugänge auskommst. Das find ich eigentlich auch folgerichtig für einen Artikel zum Status quo, jedoch hätte mich auch interessiert, ob und wo Du im Kader Bedarf siehst.
Ich befürchte ja, dass wir mit der Verpflichtung eines Knipsers (wie dereinst mit Pjaca) gar nix gewinnen und stattdessen endlich mal wieder einen schnellen versierten Außen, wie dazumal Farfan, im Kader bräuchten.

Dennis · 3. Januar 2019 um 03:04

Wie immer, aber irgendwie noch mehr als sonst, sehr lesenswert, interessant und fundiert. Danke dafür!
Was mich aber immer noch verwirrt, ist eben das, was du hier als “Narrativ” bezeichnest. Letzte Saison konnten wir viele knappe Spiele unter anderem durch Tedescos taktische Maßnahmen gewinnen; diese Saison sind die Spiele immer noch eng, aber gehen verloren. Und zwar mit einer Mannschaft, die eigentlich gut verstärkt wurde, und einem Trainerteam, das in taktischer Hinsicht zumindest nicht schlechter geworden sein sollte und im Hinblick auf Kommunikation und Menschenführung immer noch einen guten Ruf hat. Warum? Was geht da vor?
Es kann natürlich sein – und ist gar nicht so abwegig – dass die Gründe überhaupt nichts mit Taktik zu tun haben und deswegen hier “off topic” wären. Aber nur um Narrativ, Pech oder den Fußballgott kann es dabei nicht gehen. Dass der bisherige Saisonverlauf Fragen aufwirft, ist nicht weiter verwunderlich. Hoffentlich gibt es die von dir erhoffte Wende, die diese Fragen wieder verstummen lässt.

JJ · 3. Januar 2019 um 11:14

Danke für dein Gut recherchierten Artikel, ich lese schon seit ein paar Saison hier mit. Aktuell versuche ich mich mehr mit dem Thema Analyse/Taktik auseinander zu setzen. Da finde ich Metriken wie xG und die erwähnten PPDA sehr spannend. Daraus ergeben sich bei mir allerdings folgende Fragen. Gibt es noch andere Metriken die deiner Meinung nach hilfreich sind? Und wo findet man den die Daten die du Auswertest? Aktuell schaue ich immer bei Understat aber so ausführlich sind die Spielberichte ja auch nicht und xG reicht ja allein nicht aus um ein Spiel bewerten zu können.
Würde mich über eine Antwort freuen

    Karsten

    Karsten · 3. Januar 2019 um 18:41

    Hi JJ!
    Es gibt da sehr viel. Und was Hilfreich hängt ja immer vom Ziel oder Kontext ab. Ich gucke mir gern den TSR an. Den berechne ich meist selbst. Ansonsten kann ich als Datenquelle http://www.whoscored.com sehr empfehlen, die haben einiges. Und für alles weitere solltest du vielleicht auf den verschiedenen Blogs etwas rumstöbern. Da gibt es viel zu entdecken.
    Christoph Biermanns Fußball Matrix Teil 2 ist eine prima Einführung in das Daten Thema. Keine Ahnung, wie tief du da schon drin steckst.

      JJ · 3. Januar 2019 um 19:47

      Vielen Dank, werde da mal nach dem nächsten Match reinschauen. Das Buch habe ich mir zufällig letzte Woche gekauft und hab das erste drittel bereits hinter mich gebracht. Schon sehr Aufschlussreich soweit ich das beurteilen kann

Schalke Fan · 3. Januar 2019 um 15:24

Der Artikel erklärt Schalkes Situation sehr gut. Es gibt wenige Mannschaften, die das Zentrum defensiv so gut zustellen wie Schalke. Allerdings fehlt es offensiv an Kreativität, spielerischen Lösungen und den Toren nach ruhenden Bällen aus der letzten Saison.

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