Wir schließen die vergangene Saison von Schalke noch kurz ab und diskutieren dann wie die Zukunft aussehen könnte. Besprechen Wagners System und analysieren entsprechend die einzelnen Mannschaftsteile. Diesmal komplettiert Annika das Trio mit Max und Karsten.

Diesmal haben wir ein paar Probleme bei der Aufnahme gehabt, was die Laufstärke von Karsten angeht. Wir die Verzerrungen zu entschuldigen und hoffen es brennt nicht allzusehr in den Ohren.

Hier der Link zum Text über Ozan Kabak aus dem großartigen VfB Stuttgart Taktik Blog: Die Ein-Mann-Dampfwalze

Kategorien: Podcast

Karsten

Karsten

Karsten ist auf Kohle geboren, in Europas weltschönstem Herten nämlich, der Stadt, die mal die höchste Fördermenge in Europa hatte. Aufgewachsen in einer Familie von Püttologen studierte er an der FH Gelsenkirchen irgendwas mit Computern. Später zog es ihn in die Ferne zu den Wikingern, wo ihm erst bewusst wurde, wie viel Ruhrpott in ihm steckt. Nach hunderten von Herzklabastern, weil der elende Internetstream immer bei blau-weißen Torchancen abbrach, ist er als Doktor Labertasche wieder zurück in der Heimat (mit Dauerkarte in Block 5) und theoretisiert neben der Maloche den König Fußball. Weil aber seine Kumpels schnell davon genervt waren, verlagerte er das Ganze und gründete Halbfeldflanke zum Beginn der Saison 2013/2014.

12 Kommentare

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Daniel · 6. August 2019 um 23:14

Fands ganz cool und inhaltlich gut und interessant.
Wirkt aber ein bisschen so, als würdet ihr das über Skype machen und die anderen beiden wissen nicht, wann sie was sagen dürfen 😀

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berka · 7. August 2019 um 13:09

Gelungene Einstimmung auf die Saison, danke!
Eure Einschätzung der Rolle des Kapitäns fand ich interessant. Allerdings übt er das Amt ja nicht nur auf dem Spielfeld aus sondern auch zwischen den Spielen. Mal sehen 🙂

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RoyalBlue · 7. August 2019 um 14:25

Erstmal ein dickes Lob an euch Drei (besonders auch nochmal an Annika für ihren gelungenen Podcast-Einstieg 😉 ) ! Es hat richtig Spaß gemacht, diese Folge zu hören. Wenn es nach mir geht, könnte gerne mehr Content von euch kommen, damit man nicht immer darauf hoffen muss, dass nach einem Spiel eine Analyse hier erscheint ;).

Zwei Fragen hätte ich aber nochmal zum Podcast:
1) Wie kommt es, dass keiner Caligiuri als RV sieht? Wenn ich es richtig gesehen habe, dann hat er einige Spiele in der letzten Saison auf dieser Position gemacht (Quelle: Whoscored.com), also icht gänzlich ungeeignet ist. Außerdem würde ich sagen, dass Cali nicht zum “Flügelstürmer-Material” von Wagner passt. Wenn ich mir Matondo und Raman zum Beispiel anschaue, dann denke ich, dass er extrem schnelle Spieler sucht, die für Schnittstellenpässe perfekt gerüstet sind. Cali ist das meiner Meinung nach nicht. Ich hätte gedacht, dass er perfekt zu den von Wagner geforderten offensiven Außenverteidigern passt. Dafür würde auch sprechen, dass Cali als breite-gebener AV auch seine Fähigkeit, Flanken zu schlagen, besser ausspielen kann (im Vergleich: die Flügelstürmer unter Wagner interpretieren die Rolle ja eher invers, oder?). Somit würde ich Cali als RV und Kenny nur als Backup sehen. Was meint ihr?

2) Wie bewertet ihr die Situation um McKenny und Serdar? Für mich sind beide zweikampfstarke und athletische 8er. Da im 4-2-3-1 ja meist nur ein Spieler mit diesen Qualitäten benötigt wird und ich die beiden auf anderen Positionen als nicht ideal einschätzen würde (McKenny eventuell noch als Pressing-Zehner á la Di Santo gegen individuellstärkere Gegner), habe ich etwas Angst, dass eines dieser beiden Talente kaum Spielzeit bekommt. Was sagt ihr dazu?

LG RoyalBlue

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    Daniel · 7. August 2019 um 15:50

    1.) Fand Caliguiri defensiv nicht so stark, wie teils offensiv. Einer der wenigen Spieler die mal Einzelaktionen vorne haben können. Zudem muss man noch sehen, wie weit Matondo ist. Von fast keiner Spielzeit auf Stammspieler wird er bestimmt auch nicht so schnell wechseln.
    2.) Ja, dass ist auch meine Befürchtung. Denke Wagner wird es aber auf Grund der Klasse von McKenny probieren müssen, ihn weiter vorne aufzustellen.

    Ein formstarker Caliguiri, McKenny und Serdar sind gesetzte Spieler.

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      RoyalBlue · 8. August 2019 um 11:13

      1) Ja, ich sehe Caligiuri auch offensiv als stärker an, aber eher als rechter Verteidiger als als inverser rechter Flügelstürmer. Meinst du denn, dass er die Rolle ausfüllen kann?

      (Gibt es irgendeine Seite auf der man die max. Geschwindigkeit der Profis nachlesen kann?)

      Hoffe auf jeden Fall, dass Cali bei uns ins System passt und wir noch viel Freude an ihm haben werden! 🙂

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      Max · 8. August 2019 um 14:16

      etwas late to the Party im eigenen Podcast, sorry 😉

      Ich denke grundsätzlich schon dass Caliguiri die RV Rolle ordentlich ausfüllen kann, gerade mit den Aufgaben unter Wagner dort (rennen rennen rennen) kommt er sicherlich zurecht. Allerdings hat er im Vergleich zum “gelernten” RVs Defizite in der Defensive. Ich meine damit nicht mal Zweikämpfe oder die Bereitschaft defensive Läufe zu machen, sondern fehlt glaube ich etwas das Gefühl dafür wo er als primär defensiver Spieler sein muss.
      Das fällt weniger ins Gewicht wenn man als Außenverteidiger in einer 5er Kette agiert, weil viel vom Raum den mal sonst abdecken müsste von einem der Innenverteidiger abgedeckt wird.
      Also: Ja, er hat seit er bei uns ist praktisch nur RV gespielt, allerdings mit mehr Absicherung hinter sich. Meist wird der Außenverteidiger einer 5er Kette als RAV (Recher Außenverteidiger) statt RV (Rechtsverteidiger) abgekürzt um den Unterschied deutlich zu machen.
      Zudem sagte Cali selbst nach seinem Kurzeinsatz gegen Antalya dass er voraussichtlich in dieser Saison “eine Station weiter vorn” eingesetzt werden wird.

      Nachtrag dazu: wirklich invers wie man es sonst so im Kopf hat (bspw Robben, Kono) wird er nicht agieren, auch Raman nicht. Stellt euch das einfach so vor: Alles was im letzten Spielfelddrittel nicht die Seitenlinie oder Strafraum ist, ist der Bereich unserer Außenstürmer. Dort werden sie angespielt, können Bälle durchstecken oder selbst dribbeln, aber Sprints nach außen um dann nach Innen zu ziehen wird es – vermute ich – eher nicht geben.

      So, und nun noch zu McKennie / Serdar: Da bin ich sehr gespannt drauf, gerade in Verbindung noch mit Mascarell und Harit. Alle sollten nominell einige Spiele machen dürfen. Wichtig wird es dann zu überlegen welche Stärken/Schwächen und Spielweisen der Spieler passen auf den Gegner? McKennie könnte auch auf der tieferen 6 auflaufen, es wäre dann allerdings natürlich ein völlig anderer Spielaufbau als mit Mascarell. Das gleiche gilt auch für die 10, dort sogar für Harit, Serdar und McKennie. Alle drei könnten sicherlich aber auch mal nach Wechseln ne halbe Stunde oder so über die Flügel kommen, ohne dass das wirklich schlimm wäre. Ich bin mir sicher dass Serdar und McKennie beide auf ordentlich Spielzeit kommen, mit Sicherheit aber nicht beide auf 34x90min.

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idioteque3 · 8. August 2019 um 15:28

Was mir auffällt, ist dass die Zugänge zumindest auf den ersten Blick und im Rahmen der aktuellen finanziellen Möglichkeiten sehr gut zu dem passen, was Wagner anscheinend spielen lassen will. Die nominellen offensiven Flügelspieler geben ja eher eine Art Halbraumzehner und sollen flexibel Pässe spielen oder den tiefen Laufweg in den Strafraum suchen, anstatt am Flügel ständig 1-vs-1 zu suchen, was ja ziemlich genau Ramans Profil zu entsprechen scheint. Diese Rollenbeschreibung passt auch genau auf Schöpf, so dass ich mir schon vorstellen kann, dass er bei guter gesundheitlicher und Formentwicklung zumindest in die Rolle des ersten Einwechselspielers kommen könnte, zumal er alle drei Positionen hinter dem Mittelstürmer spielen kann. Uth, Skrzybski und Boujellab wären aus meiner Sicht entsprechend auch gute Optionen für den rechten Flügel, und auch Burgstaller könnte ich mir in bestimmten Spielsituationen dort ganz gut vorstellen, schließlich ist er ja auch gelernter Rechtsaußen.
Dazu kann Kabak mit seiner guten Ballführung und seinen Vorstößen mit Ball zu einer richtigen Waffe werden in einem System, in dem der DM sich in Ballbesitz abkippt lässt und die IVs breit stehen, gerade auch gegen Gegner, die Schalke den Ball überlassen. Insofern könnte Kabak ein absoluter Königstransfer werden, weil es im Schalker Kader auch sonst keine Spieler gibt, denen man in zähen Partien den einen Geniestreich zutrauen würde, vielleicht abgesehen von Caliguiri, der aber auch nicht jünger wird. Zu Kenny kann ich nicht viel sagen, aber er scheint ja einen ganz ordentlichen Vorwärtsdrang zu haben.
Dass man Rudy abgegeben hat, finde ich zwar auch schade, kann ich angesichts der Rolle, die der defensive Sechser unter Wagner spielt, aber schon verstehen. Rudys Stärken sind nämlich ziemlich verschenkt, wenn er sich ständig zwischen die IVs fallen lassen und nur den Ball schnell weiter nach vorne verteilen sollen. Seine technische Stärke und Handlungsschnelligkeit prädestinieren ihn dafür, konstant im Sechserraum zu bleiben, um auch unter Druck systematisch hinten raus spielen zu können, während Abkippen ihn in einen Raum bringt, aus dem heraus er seine Dominanz in Ballbesitz kaum einbringen kann. In diese Rolle passen die robusteren, aber spielerisch simpler veranlagten Stambouli und Mascarell besser.
Gemessen an den finanziellen Möglichkeiten finde ich die Änderungen am Kader ziemlich gelungen, auch wenn definitiv noch ein Linksverteidiger kommen muss. Meine generelle Kritik am Kader ist, dass er insgesamt zu gleichförmig ist (wobei das schon mindestens seit letzter Saison so ist), soll heißen, dass man gefühlt 18x denselben Spielertypen hat, nämlich rundum solide und fleißige Arbeiter, die noch eine andere Sache ganz gut können. Ozcipka kann flanken, Serdar hat eine gute enge Ballführung, Burgstaller ist schlitzohrig, Caliguiri haut alle Jubeljahre mal eine Weltklasseaktion raus, McKennie strahlt eine unfassbare positive Aggressivität aus, usw. Fast alles Spieler, die fast jedem Kader gut zu Gesicht stehen und gut ihre Rollen im System ausfüllen können, aber kaum einer, der das Puzzleteil sein kein, dass aus einer guten Mannschaft eine sehr gute macht, zumindest im Offensivspiel. Natürlich hat das auch finanzielle Gründe, dass man kaum solche Spieler bekommt, aber beispielsweise Frankfurt hat es letzte Saison mit einem deutlich kleineren Etat auch geschafft. Sicher gibt es auch junge Spieler, die da noch hineinwachsen können, aber zur Zeit ist das für mich der Punkt, der dafür sorgt, dass ich aktuell fünf Mannschaften klar vor Schalke sehe (Bayern, Dortmund, Leverkusen, Leipzig, Gladbach) und tippe, dass man sich selbst bei ordentlichem Saisonverlauf wohl eher mit Frankfurt, Hoffenheim, Bremen und so weiter um die verbleibenden 1-2 internationalen Plätze streiten wird.

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Maruca · 9. August 2019 um 19:56

Wenn Burgstaller sich verletzt Karsten , grüß ,haben wir nur halbstarken vorne!

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Maruca · 9. August 2019 um 20:09

Annika ,Max und Karsten, Stevens hat meistens , der Mittelfeld mit zwei stärke Defensive Mittelfeldspieler , Serdar ist nicht stark in der Defensiv ,aber Stambouli,Mascarell und Mackennie schon ,deswegen haben wir meine Meinung nach, mehr Punkte geschafft, als wenn Tedesco geblieben wäre . und deswegen hat Stevens , uns bestimmt gerettet!

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Maruca · 9. August 2019 um 20:19

Annika, nur Embolo hätte etwas Individualismus und Qualität um etwas, in die Angriff zu erreichen ,auch unter Stevens! Die andere waren zu schwach!

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Maruca · 9. August 2019 um 20:30

Und Annika ,noch einmal ,Destruktiv war Tedesco für mich wenig effektiv als Stevens. Das beweisen die Resultate!

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Maruca · 9. August 2019 um 20:40

Annika , Max hat richtig sich ausgedruckt , um den 14 Minute mit Stevens, haben wir wenig Fehler gemacht , mein Landsmann Tedesco hat immer wieder zu viele Aufstellungsfehler am Tag gelegt wegen zu wenig Erfahrung und Nebenmänner Unterstützung.

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