Mit Hannover brachte der Spielplan nicht nur den ersten Aufsteiger der Saison ins Spiel, sondern auch bekannte Gesichter. Trainer werden im Rückblick gern etwas verklärt. Eine der wesentlichen Stärken Breitenreiters brach Schalke hier das Genick.

Anpassungen an den Gegner

In unserem Vorbericht erklärte Niemals Allein! uns, dass Breitenreiter bisher nur sehr sporadisch ein höheres Pressing spielen ließ, auch wenn das in der Sommervorbereitung etwas intensiviert wurde. Schalke rechnete mit einem Team, dass sich sehr auf’s tiefe Verteidigen beschränken würde. Ein bisschen wie im Pokalspiel vermutlich. So begann Schalke und so klang Tedesco vorher auch meist, er, der immer versucht seine Mannschaft nah am Gegner auszurichten.

Breitenreiter zeigte immer wieder, über die komplette Saison, dass er Gegner gut analysieren kann und zeigte schlaue Anpassungen.
Aus Analyse 2015/2016: Die Breitenreiter Saison

Aber Breitenreiter passt seine Mannschaften eben auch gern auf den Gegner an und er hat schon häufig gezeigt, dass er stark darin ist Gegner zu beobachten und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Entsprechend gut war Hannover auf Schalke eingestellt, so wie Schalke auf Leipzig in der Vorwoche. Die interessanteste Anpassung war vielleicht das, was auf Spielverlagerung Hannovers Anton Shuffle genannt wird.

Abkippender 6er mal anders

Der 6er Waldemar Anton ließ sich gelegentlich zwischen die Innenverteidiger fallen. Allerdings nicht, wie abkippende 6er das sonst tun, im Ballbesitz um den Spielaufbau zu stabilisieren, sondern bei gegnerischen Ballbesitz. Der Grund ist leicht: Hannover spielte eine sehr deutliche Mannorientierung. Und immer wenn Schalke den Ball hatte und Anton abkippte, ergab sich bei Hannover eine Art 5-2-3. Die Schalker Formation wurde also klar gespiegelt, jeder Spieler hatte genau einen Gegenspieler, der in beinharte Manndeckung genommen wurde.

Der 6er Anton lässt sich zwischen die Innenverteidiger fallen, die fächern auf um sich um die Flügelstürmer zu kümmern. Die Außenverteidiger rücken auf und betreuen die Schalker Flügelspieler.

In Ballbesitz zeigte Hannover ein 4-3-3, mit einem klaren Flügelfokus. Besonders der jeweilige 8er schob zur Unterstützung raus. Aber insgesamt wurde sehr diszipliniert verschoben und aufgerückt von Hannover. Der Plan war die Schwachstelle der Schalker Formation zu nutzen, weil es bei 3er Ketten oft kaum Unterstützung für den Flügelspieler gibt. So umspielten die 96er gleichzeitig das starke Zentrum.

Also fand Breitenreiter mit dem invers-abkippenden 6er einen Kniff, mit dem Hannover defensiv Manndeckungen auf dem ganzen Feld erstellen konnte und offensiv Überzahlsituationen auf den Flügeln herstellen konnte um so zu kontern.

Und was hat Schalke gemacht?

Um den Eins-gegen-Eins-Duellen im Angriff zu entgehen stellte Domenico Tedesco nach gut einer halben Stunde um. Er zog Amine Harit vom Flügel auf die 10, Di Santo und Konoplyanka jetzt also als Doppelspitze. Das sorgte für Verwirrung bei Hannover und immer mal wieder hatte Harit auch etwas Platz, den er versuchte zu nutzen. Aber letztlich kam 96 immer wieder schnell in die Zweikämpfe und die Schalker fanden ihre Mitspieler nicht.

Über das ganze Spiel schafften die Mannorientierungen der Hannoveraner es den Schalkern die Anspielstationen zu nehmen. Immer wieder kam der Gegner vor dem Mitspieler an den Ball. Besonders bei langen Bällen war dies ein Problem. Denn das ist ja Schalkes Masche zurzeit, lange Bälle. In diesem Spiel funktionierten sie kaum.

Die Grundformationen bei Spielbeginn. Ohne das Zurückfallenlassen Antons.

Schalkes Aufbau

Typischerweise lässt Schalke den Gegner in dieser Saison gern ein bisschen kommen um dann mit einem Ball zwei oder drei Linien zu überbrücken und so die Konter einzuleiten. Hannover lief aber so früh an und presse so hoch, dass dafür keine Zeit blieb. Schon der erste Innenverteidiger war unter massivem Druck und selbst Fährmann wurde angelaufen. So konnte Schalke nicht in Ruhe auf den richtigen Zeitpunkt warten, sondern musste schnell den Ball nach vorne bringen. Um sich für ein Zuspiel anbieten zu können, mussten sich die Spieler aber aus der Manndeckung lösen, das gelang eher schlecht.

Wenn der Ball aber mal weit ging, dann hatte Schalke ein Problem dran zu kommen. Denn wo in der Vorwoche gegen Leipzig noch massig 2. Bälle erobert werden konnte, wollte das hier kaum noch gelingen. Hannover löste sich sehr geschickt aus der Mannorientierung und zog sich um den Ball zusammen. So wurden immer wieder Bälle abgefangen oder zurückerobert.

Nach dem Tor, das genau durch hohes Pressing erzielt wurde, der Plan ging also voll auf, zog sich Hannover etwas weiter zurück. Die Kräfte schwanden und gleichzeitig machte Schalke jetzt richtig druck. In den letzten 20 Minuten blieb der Ball quasi durchgängig in der Hannover‘schen Hälfte. Meyer konnte hier und da aufblitzen. Aber das reichte nicht.

Was besser werden muss

Viel Frustration im Fan-Lager der Königsblauen. Ich möchte ein bisschen relativieren. Jeder kennt die Zahlen von nur einem Schuss aufs Tor. Dabei gab es durchaus Strafraumsituationen. Allerdings war der Zielspieler dann meist nicht ganz da wo er sein sollte oder traf den Ball nicht richtig oder sowas. Ziemlich oft ging es dabei um Zentimeter oder Sekundenbruchteile. Unglücklich also. Oder, vielleicht passender: Nicht glücklich.

Tedesco muss weiter an der Feinabstimmung arbeiten. Vermeintlich schwächere Gegner, die also nicht das Spiel machen wollen und gleichzeitig aggressiv pressen, gibt es für Schalke viele. Immer wieder werden Spieler sich freilaufen müssen. Und immer wieder wird es einen komplett zugestellten Strafraum geben.

Defensiv das gleiche. Schalke spielte mit Risiko, um Räume zu bekommen. Das nutzte Hannover aber aus. Die hatten jetzt auch keine Masse an Chancen, aber ein paar Mal wurd’s schon gefährlich. Ein besser konterndes Team mag dann für richtig Alarm sorgen. Ein paar mehr Zweikämpfe hätten sicher nicht geschadet.

Außerdem wird sich Goretzka dran gewöhnen dürfen gedoppelt und unter spezieller Beobachtung zu stehen. Keiner wurde so eng und so konzentriert gedeckt wie er.


Karsten

Karsten

Karsten ist auf Kohle geboren, in Europas weltschönstem Herten nämlich, der Stadt, die mal die höchste Fördermenge in Europa hatte. Aufgewachsen in einer Familie von Püttologen studierte er an der FH Gelsenkirchen irgendwas mit Computern. Später zog es ihn in die Ferne zu den Wikingern, wo ihm erst bewusst wurde, wie viel Ruhrpott in ihm steckt. Nach hunderten von Herzklabastern, weil der elende Internetstream immer bei blau-weißen Torchancen abbrach, ist er als Doktor Labertasche wieder zurück in der Heimat (mit Dauerkarte in Block 5) und theoretisiert neben der Maloche den König Fußball. Weil aber seine Kumpels schnell davon genervt waren, verlagerte er das Ganze und gründete Halbfeldflanke zum Beginn der Saison 2013/2014.

15 Kommentare

ohneZielstimmtjedeRichtung · 29. August 2017 um 08:34

Danke für den steten Versuch, etwas Positives zu finden. Habe gerade einen langen Kommentar verfasst und mir dabei meine Enttäuschung von der Seele geschrieben. Leider hat das wenig mit Taktik zu tun, mehr mit Mentalität und Anspruch an sich selbst. Ist allzu negativ geraten, weshalb ich alles gelöscht habe und nun versuche, etwas konstruktiver zu sein:

Hannover hat überraschend anders gespielt als erwartet. Unser Trainer hat relativ schnell durch Umstellungen reagiert. Aber: hätte man nicht spätestens zur Pause noch mehr tun müssen?

Eine wesentlich frühere Hereinnahme von Meier wäre doch nach der Systemumstellung angebracht gewesen. Vielleicht taugt er nicht für schnelles Konterspiel über die Flügel, aber auf engem Raum kombinieren, das kann er doch. Ich dachte immer, genau aus dem Grund benötigt man viele starke Spieler mit unterschiedlichen Qualitäten: um je nach Anforderung angemessen reagieren zu können.

Ansonsten kann ich nicht darauf verzichten, auf die Statistiken zur Laufleistung und vor allem Zweikampfquote zu verweisen. Man muss einen Gegner halt auch annehmen, um seine Taktik durchzubringen und zwar jeden Gegner, nicht nur die großen Namen. Aber ich wollte ja nicht negativ sein…

    Karsten · 29. August 2017 um 18:07

    Ich verstehe Deinen Frust. Und ja, Schalke hat wirklich kein gutes Spiel gemacht. Es klingt nach einer Platitüde, aber Schalke ist nicht recht in die Zweikämpfe gekommen. Das hat sich nach der Pause etwas gebessert. Letztlich war die Zweikampfquote mit 50% nun wirklich nicht verherrend. Und, dass Laufleistung an sich zu keinen Rückschlüssen taugt, hat Tedesco nach dem Spiel selbst erklärt.

    Insgesamt war Schalke mMn gar nicht so schlecht wie insgesamt wahrgenommen. Das Spiel war genau wie das Pokalspiel. Diesmal hatte nur Schalke etwas Pech. Eigentlich war es ein unansehnliches Spiel auf Augenhöhe. Klar, ist das nicht der Anspruch. Aber Hannover hatte eben keineswegs drückende Chancen. Der Kommentator beschwerte sich das ganze Spiel über fehlende Strafraumszenen. Schalke kam ein paar mal rein, konnte die Situation aber nicht nutzen. Hannover kam eigentlich nie richtig rein, schoss aber mehr, so dass es gefährlicher wirkte.

    Das Hauptproblem aus meiner Sicht ist, dass Schalke gut verteidigt, aber eben nur einen Plan A hat, was Abschlüsse angeht. Da muss Tedesco bald nachlegen.

      Ben · 29. August 2017 um 20:53

      Wobei man ja eigentlich in dem Standard 3-4-3 ziemlich gut in die Zweikämpfe kam, fand ich. Ich hab mir das Spiel nochmal angeschaut und für mich kam Hannover in der ersten HZ exakt 1 mal per Aufbau überhaupt in unsere Hälfte. (Irgendwo um Minute 25).
      Für mich war eher das “Problem”, dass eben dieser “Modeske/Lewandeske” Aufbauplan nicht funktionierte und dann mit Goretzkas Manndeckung auf das 3-2 (Bentaleb-Harit)-1(Goretzka)-2-2 im Aufbau umgestellt wurde. Viel besser in der Kombination aber scheinbar (vielleicht kannst du mir ja erklären warum…evtl. weite Wege im Umschalten? :/ ) musste dann auch defensiv umgestellt werden und man könnte den Hannoveranern nicht wie zuvor entgegensetzen. So sah es zumindest stark für mich aus…quasi entweder neutralisieren oder mehr Risiko in der Defensive.
      Grundsätzlich bin ich aber voll bei dir, vor allem der Plan B im letzten Drittel fehlt.
      So und jetzt hoffe ich mal, dass du bei meinem Satzzeichengekrakel durchblickst 😀

Chris · 29. August 2017 um 08:42

Vielen Dank! Neben dem Punktverlust tut mir der Moment sehr weh, indem sich Heldt und Breitenreiter abends anner Theke zuprosten und sich ein – wahrscheinlich professionell zurückhaltendes – Grinsen nicht verkneifen können.
Zu Deiner Analyse: Was hat es denn Deiner Meinung nach für die Blauen so schwer gemacht, gegen das 1-gegen-1 etwas auszurichten? Es ist ja nicht so, dass unsere Spieler fußballerisch unterlegen sind. Ich dachte, es gäbe gute Gründe, warum das heute eigentlich nicht mehr das Mittel der Wahl ist. Schalke hat viereinhalb Kilometer weniger Laufleistung. Ist das Indiz dafür, dass man sich aus diesen zugestellten Situationen nicht gut gelöst hat oder war Hannover einfach nur abartig kämpferisch?
Ein ganz subjektiver Eindruck von mir ist, dass sich unsere Innenverteidiger nicht so waaaahninnig gerne in offensive Spielsituationen einbringen. Beim Gegner hatte mind. Sané jedoch durchaus gefährliche Situationen. Wie siehst Du das?

    Zeitspieler · 29. August 2017 um 12:20

    Hallo Chris, so sehr ich auch über die Niederlage enttäuscht bin, habe ich mich doch für Breitenreiter und Heldt gefreut. Beide waren mit Herz und Seele auf Schalke und mussten gehen, das sind extreme Einschnitte ins Leben.
    Beide haben bisher bei 96 auch extrem gute Arbeit gemacht, unter schwierigsten Bedingungen. Der Martin Kind, der die 51% Stimmrechte für 96 für sagenhafte 12750 Euro gekauft hat, dürfte um Längen schwieriger sein, als Tönnies.
    Der dritte Ex-Schalker, dürfte sich über die überragende Leistung der beiden Innenverteidiger Sanè und Felipe gefreut haben. Die beiden wurden unter dem Trainer Slomka geholt und beide haben sehr oft Kritik einstecken müssen. Unter Taifun Korkut musste Sanè sogar in die zweite Mannschaft von 96. Felipe war fast immer verletzt und wahrscheinlich auch deshalb, wenn er spielen konnte, nicht so stark.

    Karsten · 29. August 2017 um 18:13

    Hi Chris,
    Hmmm, 1 gegen 1 Duelle mit Ball sind immer ein Risiko. Darum wurde versucht das Spielerisch zu vermeiden (#Ballzrikulation). Damit hatte Schalke eben nur so seine Probleme. Die Zweikampfquote kann ausgeglichener nicht sein (50%) und Laufleistung ist ein schwieriger Parameter. Schalke hat sich aus den Situationen nicht gut lösen können. Angriffe waren schwierig und blieben meist hängen. Auf beiden Seiten.

    Wir haben 3 Verteidiger, die sollen tunlichst hinten bleiben. Dafür können die Mittelfeldspieler aufrücken. Ehrlich gesagt, sehe ich lieber Bentaleb am Gegnerischen Strafraum, als Nastasic. Gleichzeitig weiß ich, dass beim gegnerischen Konter jemand da ist um diesen zu stoppen. Und gelegentlich stößt ja auch ein Schalke Verteidiger mal nach vorn. Halt nur selten. Damit die Absicherung nicht leidet. Finde das gut so.

Flo Kno · 29. August 2017 um 09:50

Das größte Manko im Schalker Spiel ist, wie ich finde, nach wie vor das mangelnde Tempo im eigenen Ballbesitz. Wenn man spielerisch Lösungen finden möchte gegen hoch pressende Gegner, dann gelingt das nur über das passende Freilaufverhalten, und das fehlte mal wieder vollständig beim S04.

Beispiele, wie das aussehen muss, findet man zuhauf, z.B. auf Twitter. Hier ein Beispiel von Napoli gegen Atletico:
https://twitter.com/CuriosidadesEUR/status/895405651547082752

Gut, es ist nur ein Testspiel und Atletico könnte wahrscheinlich noch mehr tun, aber Napoli spielt in dieser Szene nicht mal besonders sauber. Das Freilaufverhalten aller beteiligten Defensivspieler inklusive Torwart ist jedoch vorbildlich.

Bei Schalke war es wieder mal so: Ball flach auf Kehrer, keine Bewegung im Mittelfeld, Hannover stellt alle zu, Ball zurück auf Fährmann, langer Abschlag ins Niemandsland. Bestimmt 10-20 mal gesehen, diese Szene.

Durch das mangelnde Tempo lässt sich auch die unterirdische Laufweg-Statistik erklären (geringste Laufleistung aller 18 Mannschaften am 2. Spieltag).

Bin gespannt, ob Tedesco das wirklich in den Griff bekommen kann.

    Flo Kno · 29. August 2017 um 09:53

    Ein weiteres Beispiel auf Twitter ist ein Video von Lüdenscheid gegen Real:

    https://twitter.com/rondosfutbol/status/900467437312909312

    In dieser Szene finde ich insbesondere das Timing überragend, wie die Gegner also bewusst erstmal kommen gelassen werden und dann im richtigen Moment der Pass kommt. Und immer sind alle Spieler in Bewegung.

    Herrgott, das muss doch auch auf Schalke möglich sein.

      Chris · 29. August 2017 um 11:57

      Die Szene beginnt im Prinzip genau so, wie die, in der wir uns das Gegentor gefangen haben. Nur eben besser gemacht – allerdings mit nicht geringem Risiko. Bei unserem Gegentor kommt dazu, dass Bentaleb etwas unmotiviert in der Gegend rumsteht, und auch nicht nachsetzt. Bei den Zecken in Deiner Szene hat wirklich jeder einen definierten Platz.

      Karsten · 29. August 2017 um 18:16

      Solche Internationalen Highlight-Szenen zum Standard zu definieren, ist nicht fair. Denn auch besagte Spiele sind nicht komplett so. Und ja, auch in diesem Spiel gab es gute Szenen und Angriffe, die schnell nach vorne gingen und die Verteidigung schön umspielten. Wenige, aber es gab sie.

      Und Schalkes Laufleistung war mit 110km nicht unterirdisch.

Zeitspieler · 29. August 2017 um 13:43

Hannover 96 ist eine extrem gut eingespielte Mannschaft, die nur punktuell verstärkt wurde.
Heldt hat mit wenig Geld zwei recht gute Außenverteidiger (Korb und Ostrzolek) dazu geholt, und dazu einen spielstarken Sechser (Schwegler).
Seit Breitenreiter wieder in Hannover ist, hat 96 6 Heimspiele gehabt und kein Gegentor erhalten. Natürlich waren fünf der sechs Heimspiele in der zweiten Liga aber gegen Gegner, wie Union Berlin, Braunschweig und Stuttgart.
Die beiden Innenverteidiger, aber vor allen Dingen Sanè dürften zu den stärksten in der Bundesliga gehören.
Die sowieso vorhandene Defensiv Stärke wurde duch eine überraschende Taktik zu einem Problem für Schalke. Die defensive Verstärkung des Mittelfeldes durch den sehr zweikampfstarken Bakalorz störte den Spielaufbau der Schalker. Leider konnten die beiden Außenverteidiger von uns, also Oczipka und Caligiuri offensiv fast nichts erreichen.
Ich hätte mich gefreut, wenn in der Halbzeit Höwedes den Thilo Kehrer in der Dreier Kette ersetzt hätte und Kehrer die Position von Caligiuri eingenommen hätte. Zusätzlich wäre für mich, Meyer für di Santo der nächste Schritt gewesen. Der Burgstaller kann in der Mitte gegen diese Abwehr überhaupt nichts ausrichten und die Läufe auf der rechten Seite bringen auch gar nichts ein.
Auch wenn jetzt ein paar Gegner kommen, die uns besser liegen dürften, habe ich doch ein paar Sorgen. Die zwei größten sind Meyer und Embolo.
Ich habe Angst, dass Tedesco keinen Platz in der Startelf für Meyer findet und dass Tedesco ebenfalls ein Problem mit Embolo hat. Ich kann nicht verstehen, dass Embolo nicht wenigstens auf der Bank war und viellleicht nach 70 Minuten hätte eingesetzt werden können.
Das mit der Spielpraxis in der U23 halte ich für ein vorgeschobenes Argument.
Ich denke, dass Tedesco einfach erstmal die Defensive sicher haben will und dass Meyer und Embolo für seinen Plan, defensiv zu schwach sind.

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