Die Sommerpause ist zwar jetzt um, aber vielleicht möchte ja trotzdem noch irgendwer ein Buch lesen. Und eigentlich wird es ja auch höchste Zeit sich um Weihnachtsgeschenke zu kümmern…

Ich bin großer Fan von Christoph Biermann. Der vielleicht erste echte Fußballjournalist Deutschlands. Mit seinem „Der Ball ist Rund damit das Spiel die Richtung ändern kann“ fing bei mir vieles an. Und kurz nach Erscheinen im Sommer 2010 habe ich dann die Fußball-Matrix gelesen, in dem Buch begibt er sich auf die Suche nach dem perfekten Spiel. Er beschreibt aktuelle Innovationen, vor allem aus dem Bereich der Mess- und Trainingsmethoden. Das Buch endet mehr oder weniger mit dem Ausblick, dass die fortschreitende Rechenpower und der größer werdende Fokus auf Datenanalysen sicher auch bald ihren Weg in den Fußball finden würden.

Und dann kam Big Data. Das Internet war voll von wilden Taktik Bloggern (hüstel) und Analysten die mit Daten spielen und ihre Ergebnisse mit der Welt teilen. Nach und nach wurde diese Bewegung von den Vereinen selbst aufgegriffen und Analysen sind heute entscheidender Teil der Arbeit mit einem Fußball Team.

Entsprechend war es Zeit für Christoph Biermann eine Fortsetzung zu schreiben: Matchplan. Die neue Fußball-Matrix.

Er stellt Ansätze vor, Statistiken zu nutzen, neue Berechnungs- und Messmethoden, Stellt Analysten vor und wie Vereine damit umgehen. Unter anderem werden „Expected Goals“ und das von mir sehr geschätzte „Goal Impact“ ausführlich vorgestellt und mit Fachleuten diskutiert. Aber es geht nicht nur um Daten und Statistiken. Es geht auch um Kommunikationsmodelle und all die modernen Dinge Anwendung finden und dabei helfen (sollen) den Fußball besser zu machen.

Ein aufregendes Buch, dass davon Berichtet, in welcher aufregenden Zeit sich der Fußball gerade befindet. Alles ändert sich und zwar zusehends. Das letzte Buch ist kaum 8 Jahre alt und schon überholt. Die Digitalisierung hält Einzug. Ein heißer Ritt. Und ein starkes Buch, dass weite Teile davon dokumentiert.

 


Karsten

Karsten

Karsten ist auf Kohle geboren, in Europas weltschönstem Herten nämlich, der Stadt, die mal die höchste Fördermenge in Europa hatte. Aufgewachsen in einer Familie von Püttologen studierte er an der FH Gelsenkirchen irgendwas mit Computern. Später zog es ihn in die Ferne zu den Wikingern, wo ihm erst bewusst wurde, wie viel Ruhrpott in ihm steckt. Nach hunderten von Herzklabastern, weil der elende Internetstream immer bei blau-weißen Torchancen abbrach, ist er als Doktor Labertasche wieder zurück in der Heimat (mit Dauerkarte in Block 5) und theoretisiert neben der Maloche den König Fußball. Weil aber seine Kumpels schnell davon genervt waren, verlagerte er das Ganze und gründete Halbfeldflanke zum Beginn der Saison 2013/2014.

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