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“Ich glaube, dass Schalke eigentlich einen ganz guten Kader hat. Richtig eingebunden, ein paar Spieler aussortiert, an den richtigen Stellschrauben gedreht und punktuell sinnvoll verbessert, und Schalke könnte in einem ganz neuen Licht erstrahlen.
Könnte… Wenn, ja wenn Schalke endlich mal Mutig ist und auf Offensivfußball setzt. Meiner Meinung nach sollte der Defensivfußball nach dieser Grusel-Saison zu Grabe getragen werden.”
-Karsten

Mutigen Offensivfußball gab’s zum Saisonauftakt in Gladbach noch nicht zu sehen. Einige Neuerungen brachte das 0:0 allerdings schon. Auf beiden Seiten.

Die sympathischere Borussia

Gladbach hat sich auf der Trainerposition diesen Sommer, genau wie Schalke, verändert. Aus Salzburg wurde Marco Rose als Nachfolger von Dieter Hecking angeheuert. Zu träge war dessen Spielstil geworden. Der Neue verspricht nun mehr Action, aggressives Pressing, schnelle Läufe und direkten Zug zum Tor.

Rose brachte der Borussia dafür ein neues System bei, statt dem 4-3-3 der letzten Saison positioniert man sich nun im 4-4-2 mit Mittelfeldraute. Allerdings fehlten im Auftaktspiel einige wichtige Spieler: Linksverteidiger Bensebaini wurde erst Mitte der Woche verpflichtet und war auch wegen des späten Trainingsstarts nach dem Afrika-Cup noch keine Option. Verletzt fehlten außerdem die beiden kaderplanmäßigen Sechser Kramer und Strobl, sowie Hofmann und Stindl. Außerdem entschied sich Mittelfeldtalent Cuisance kurzfristig für einen Wechsel nach München. So musste Zakaria auf die Sechs zurückrutschen und Embolo die Position hinter den Spitzen einnehmen.

Schalke verteidigte im 4-4-2, der Zehner rückte dafür in die vorderste Pressinglinie auf. Der jeweils ballnahe Spieler des Duos Burgstaller-Harit ging bei tiefem Ballbesitz Gladbachs auf den ballführenden Innenverteidiger an und behielt dabei möglichst den Sechser im Deckungsschatten, der ballferne zog sich hingegen in der Nähe dieses Sechsers zurück, um bei Verlagerung ebenfalls entsprechend anlaufen zu können. Um das Pressing der Knappen zu umgehen, kippten die Fohlen ihre Mittelfeldraute leicht gegen den Uhrzeigersinn, so entstand eine Doppelsechs Neuhaus-Zakaria vor den breiten Innenverteidigern. Zusammen mit dem Torhüter ergab das eine fünf zu zwei Überzahl im eigenen Abwehrdrittel und Schalkes pressendes Duo konnte leicht überspielt werden. Wollten die Knappen Neuhaus ebenfalls decken, so musste entweder McKennie weit vorgehen und das Zentrum damit entblößen, oder Caligiuri rückte vom Flügel ein; meist entschied man sich dafür die Mitte dicht zu halten und so lief Gladbachs Spiel vorwiegend über die linke Seite durch den dann relativ unbedrängten Wendt nach vorne.

Schalkes zweite Abwehrreihe wollte man brechen, indem ein Flügel durch rausrücken des entsprechenden Achters und Stürmers überladen wurde oder indem die robusten Angreifer Embolo, Plea oder Thuram im Zwischenlinienraum vor der Abwehr angespielt wurden und zumeist weiterklatschen ließen. Die Drei erreichte auch manches Mal ein langer Ball Ginters aus der hintersten Reihe, Schalke konnte hier aber oft klärend verteidigen. Nach einem Durchbruch auf einem der Flügel kamen immer wieder hohe Flanke in den Schalker Strafraum. Schnittstellenpässe aus dem zentralen Zehnerraum konnten hingegen konsequent verhindert werden, so blieb Gladbach zu oft nur der Abschluss aus zweiter Reihe.

Unser eingetragener Verein

Wagner soll Schalkes Fußball nach einer Horrorsaison mit dem abschließenden 14. Platz wieder attraktiver machen. Schluss mit Mauertaktik und Standardfokus, her schnellen Kombinationen und erfolgreichen Kontern. Der grundsätzliche Plan der beiden Teams klingt zumindest ähnlich. Doch die Borussia mit der erfolgreichen Saison im Rücken – man qualifizierte sich mit dem 5. Platz immerhin für die Europa-League – galt trotz schwächerem Auftritt im DFB-Pokal als klarer Favorit. Gut für eine angedachte Kontertaktik.

Die Gästeelf war ebenso hart ersatzgeschwächt wie das Heimteam. In der Innenverteidigung half Stambouli für den verletzten Kabak und den noch nicht wieder fitten Sané aus. Im Mittelfeld fehlte Serdar, in der Offensive musste man auf Uth, Matondo und Schöpf verzichten. Außerdem waren auch Ersatztorhüter Schubert und die Jugendspieler Boujellab und Carls nicht dabei. Schalke brachte nur sechs von möglichen neun Auswechselspielern mit. Die Aufstellung bot darüber hinaus aber keine Überraschungen.

Gladbach setzte den Schalker Spielaufbau mit aggressivem Pressing und gleich drei Mann deutlich stärker unter Druck. Die Knappen spielten fast ausschließlich über die rechte Seite nach vorne, die gesamte Aufstellung schien darauf ausgelegt zu sein. Kenny tat sich durch einen hervorragenden ersten Kontakt hervor und wurde so zur primären Anspielstation für Torwart und Innenverteidiger. Über den weit außen stehenden Caligiuri und oftmals im Zusammenspiel mit McKennie wurde dann der Durchbruch auf diesem Flügel versucht. Manches Mal bleib für Nübel aber nur der hohe, weite Ball auf den aufgerückten McKennie und den nach rechts abgekippten Burgstaller, diese versuchten dann auf Harit oder Caligiuri abzulegen.

Kam Schalke bis nahe an die Grundlinie, so spielte man mehrfach einen flachen Pass hinter die Abwehrkette Richtung Elfmeterpunkt. Raman hatte so nach Zuspiel von Kenny die erste große Chance des Spiels in der 6. Minute, traf den Ball mit seinem schwächeren rechten Fuß aber nicht richtig. Der Fokus auf die rechte Seite erlaubte immer wieder ein hinterlaufen des Flügelspielers Caligiuri durch Kenny, ersterer konnte dann auch bequem die Absicherung der rechten Verteidigungsseite übernehmen. Außerdem hatte Raman so viel Platz auf seiner Seite um einem langen Ball nachzujagen und für die Flanken stellte er einen torgefährlichen Abnehmer am langen Pfosten dar. Burgstaller konnte somit auch immer wieder seine ausweichenden Läufe auf den Flügel zeigen, blieb in seinem Rücken der Strafraum doch abschlussstark besetzt.

Schalke beginnt stark, Gladbach legt aber mehr nach

Gladbach hatte das gesamte Spiel über deutlich mehr Ballbesitz – 66% : 34% nach 45 Minuten und immerhin noch 60% : 40% nach 90 – und kam zu zahlreiche Ecken, die gegen die Schalker Verteidigung im Raum allerdings keinen nennenswerten Ertrag einbrachten. Ab dem zweiten Spieldrittel erarbeiteten die Fohlen ein deutliches Chancenplus – am Ende werden 1,40 : 0.77 expected Goals zu Buche stehen – wirklich gefährlich wurde es aber nur, wenn man erfolgreich ins Gegenpressing kam. So entstand in der 54. Minute nach Nastasics Balleroberung durch das Blocken seines ehrlich gesagt unmotivierten Schlags nach vorne die wohl besten Chance der Gladbacher. Der von Embolo abgeprallte Ball landete bei Thuram, der Plea in die Lücke auf der linken Abwehrseite der Knappen schickte, dieser traf aber nur den Pfosten. Auch in der 73. fing Stambouli einen Pass im Strafraum ab, wurde jedoch direkt vom eingewechselten Johnson unter Druck gesetzt, sodass sein Klärungsversuch Thuram vor die Füße fiel. Nur knapp konnten Schalkes Hintermänner klären.

Die größte Chance des Spiels hatte hingegen Schalke. Nachdem Kennys Pass auf dem Flügel abgefangen wurde, kam Schalke diesmal ins Gegenpressing. Mascarell grätscht dazwischen und bringt den Ball direkt zu Burgstaller, der hebt den Ball über Gladbachs Verteidigung und dem gestarteten Raman in den Lauf. Der Schalker Neuzugang kann den Ball aber nicht ganz unter Kontrolle bringen, muss abermals mit dem schwächeren rechten abziehen und vergibt erneut. Die Defensivkonzepte beider Mannschaften stimmen also, wenn nur im Chaos zweier aufeinanderfolgender Umschaltmomente Großchancen entstehen.

Ansonsten strahlte Schalke über Standards auf die Zielspieler Nastasic, Burgstaller und McKennie einige Gefahr aus und zeigte unter anderem eine herausstechende Eckenvariante. Eine lange Flanke wurde per Kopf zurück vors Tor abgelegt, Nastasic bekommt jedoch beide Male – in der 38. und 59. Minute – keinen gefährlichen Abschluss hin.

Mit der Hereinnahme von Johnson für Neuhaus in der 63. Minute verzichtete Gladbach auch auf die Aufbauspielvariante mit der Doppelsechs und brachte den Ball häufiger über lange Schläge von Ginter nach vorne. Das Spiel wurde zwischen der 70. und 80. Minute nochmal turbulent als beiden Teams langsam die Kraft ausging um weiter konsequent gegen den Ball zu arbeiten. Schalke wechselte hier eher mit Defensivfokus, um den Punkt in der Ferne abzusichern und verteidigte tiefer. Mit Resses Hereinnahme für Raman besetzt Harit wie schon phasenweise zum Ende der ersten Hälfte die linke Offensive, Burgstaller spielt in einer Art Doppelspitze einen horizantalen Part, der frische Mann sollte vertikal für Gefahr sorgen. Schalke stellte dann erneut um, als Sané für McKennie kam und Stamboulis Rolle besetzte. Schalke hatte fortan eine klarere Doppelsechs, statt wie zu Beginn einen Sechser und einen Achter. Gladbach brachte frische Offensivkräfte und kam nochmal zu einigen Chancen, die meisten davon aber eher ungefährliche Abschlüsse von außerhalb des Strafraums. Schalke schafft gegen aufgerückte Gladbacher in der 72. und 78. Minute nochmals einen schnellen Angriff, beide Abschlüsse gingen jedoch wieder nicht auf den Kasten. Insgesamt ging nur einer der acht Schalker Schüsse aufs Tor.

Was bleibt?

Das Gefühl, dass sich Schalke im Aufbauspiel und Abschluss noch deutlich verbessern kann. Die abgegebenen Schüsse müssen einfach zumindest aufs Tor gehen wenn man Tore zu erzielen versucht. Und am Anfang der ganzen Kette stehen momentan Stambouli und Nastasic, beide können zwar mit Ball am Fuß was anfangen, umspielt werden konnte Gladbachs Pressing aber nicht, sondern nur auf einem Flügel umgangen. Besonders Mascarell war für ein Kombinationspiel aus hinterster Reihe heraus kaum eine Hilfe. Dadurch, dass er Embolo stehts im Nacken spürte, drehte er nie auf sondern klatschte nur auf den freieren der beiden Innenverteidiger ab. Mit dem eigentlich spielstarken Torhüter Nübel ist da deutlich mehr drin, aber in der jetzigen Besetzung hat er einfach keinen, mit dem er seine Qualitäten im Zusammenspiel entfalten kann. Ich gehe übrigens davon aus, dass immer entweder Mascarell oder Stambouli auf der Sechs spielen werden – desshalb auch Wagners Wahl dieser beiden Vizekapitäne. Um sich durch ein gut ausgeführtes Pressing aus der hintersten Reihe heraus durchzukombinieren sehe ich beide nicht als wünschenswerte Spieler. Und Sané und Kabak müssten dafür auch beide deutlich besser sein als die jetzige Besetzung.

Für Nastasic wird es wegen alledem wohl auch nie für einen ganz großen Club reichen. Defensiv ist er zwar eine Macht, wie er auch in diesem Spiel bewiesen hat, im Aufbauspiel braucht er aber Ruhe und die bekommt er auf höherem Level nicht. Und besonders für Nübel sind die direkten Mitspieler hier auf Schalke eher ungeeignet. Ein weiterer Grund für einen Wechsel, so gerne ich ihn auch bleiben sehen würde. Uns Schalkern wird im nächsten Sommer wohl nur bleiben ihm für seine Leistungen in anderthalb Jahren Stammspielerei zu danken. Und vor Allem auch für die zuvor abgelieferten dreieinhalb Jahre, in denen er sich als größtes deutsches Torwarttalent seines Jahrganges schweigend auf die Bank gesetzt hat.


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Philip

Da er im kleinstädtischen Thüringen aufwuchs, gab es für Philip ab der Grundschulzeit eigentlich nur die Entscheidung zwischen FCB und BVB - er tendierte zu letzteren, denn die Bayernanhänger waren schon damals unerträglich charakterlose Erfolgsfans. Doch glücklicherweise nahmen die Verwandten aus dem Sauerland noch rechtzeitig Einfluss und so wurde er doch Schalker. Intensiv mit seinem Verein beschäftigt er sich seit 2014, über Rasenfunk, Königsblog und Web0.4 stolperte er schließlich immer wieder über diese komische Halbfeldflanke und begann Gefallen an der analytischen Zerlegerei zu finden. 2019 durfte er sich schließlich selbst mal ausprobieren.

11 Kommentare

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us.online · 19. August 2019 um 09:45

Kurzer Schreibfehlerhinweis: Die sympathischere Borussia schreibt sich mit h… 🙂

Aber davon ab: Mascarell sehe ich schon als geeigneten 6er für einen Spielaufbau an. Ich fand er hat ganz ordentlich verteilt.

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Philip · 19. August 2019 um 10:21

Danke. Ist geändert.
Bälle verteilen kann Mascarell sicherlich. Wenn er Ruhe hat und mit Ball aufdrehen kann. Wenn…

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us.online · 19. August 2019 um 10:48

Also ich finde ihn auch halbwegs pressingresistent. Sein größtes Defizit ist mE die läuferische Schwäche. Er ist schlichtweg zu langsam.
Ich schätze, wenn die IV komplett ist mit Nastasic, Sané und Kabak, rückt Stambouli einen nach vorne und dann wird es mE den interessantesten Konkurrenzkampf in unserem Kader auf der Doppel-6er Position geben.
Ich schätze die Kombination wird Serdar oder Mc Kennie zusammen mit Mascarell oder Stambouli lauten. Da wird es auf jeden Fall harte Entscheidungen geben. Gut, dass Mc Kennie und Serdar auch weiter vorne agieren können.
Oczipka ist leider auch klar zu langsam. Das ist nebem einem Knipser auch nach Spiel 1 noch die größte Kaderbaustelle. Ich hoffe Reschke setzt sich da gegenüber Wagner durch und es kommt nicht unbedingt Max. Den halte ich für längst nicht so gut, wie man allenthalben meint. Gosens ist mE die bessere Lösung. Oder mant leiht Max für eine Saison aus.

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andres · 19. August 2019 um 13:18

Die Gedanken zu Nübel und den fehlenden Mitspielern finde ich sehr spannend

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Chris · 19. August 2019 um 15:32

Ging es nur mit so oder hatte noch jemand den Eindruck, dass es flüssige, gewollte Kombinationen gab, die oft auch da landeten, wo sie hinsollten? Es sah oft ballsicher, irgendwie souveräner aus, als sonst in den letzten Jahren. Wirkliches Tempo kam gleichwohl nicht auf, weil oft erstmal ein Sicherheitspass nach hinten gespielt wurde (wie Du bei Mascarell erwähntest). Interessant, wie wenig Chancen gegen die Borussen-Offensive zugelassen wurden. Mir nötigt das Spiel erstmal Respekt ab. Es scheint mir allerdings grundsätzlich ein Spieler zu fehlen, der den Unterschied machen kann, und Angst beim Gegner auslöst.

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Jonny · 19. August 2019 um 17:44

Ich sehe in Zukunft Kabak und Sane als IV-Duo. Ich mag Stambouli, aber ich seh ihn nicht auf der 6er-Position. Dort hat er doch zu Beginn gespielt und so wie ich mich erinnere, nicht wirklich gut: zu viele rückpässe, keine ideen, verlangsamte das Spiel immer dann, wenn es doch schnell gehen sollte. Auf der 6er Position hat mir Mascarell gefallen. Wenn er jetzt nur Impulse nach vorn setzen könnte, das wäre wichtig. Das macht Suat Serdar z.B richtig gut: nach Balleroberung, sucht er stets den Weg nach vorn und lässt schon mal 1 oder 2 Gegenspieler stehen.
Die größte Baustelle ist ganz klar hinten links. Mit Oczipka hat Schalke einen unterdurchschnittlichen Spieler. So hart es klingt, aber hat einfach nicht ausreichend Qualität. Wenn Schalke da nichts findet, sehe ich schwarz für die Saison. Kein Tempo, keine Ideen, keine Offensivaktionen. Und wenn er mal vorne ist, kommt einfach kein Pass vernünftig an.
Auch für die Offensive braucht S04 einen schnellen dribbelstarken Mann. 2 Mann also, ansonsten hab ich ein wirklich mieses Gefühl.

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ES · 19. August 2019 um 19:50

So ein taktisch und spieltechnisch limitierter 6er wie Mascarell ist natürlich insbesondere in einer Saison, in der extrem hohes Zustellen des Gegners der Normalfall ist, ein extremes Handicap. Nur über die Seiten aufbauen, ist leicht durchschaubar, für hohe Bälle hat man keine Zielspieler mehr. Das wird in der Beziehung eine bittere Saison. Wäre gespannt, was Reschke & Co. auf der 6 in der nächsten Saison tun wollen. Mein Lieblingsspieler im aktuellen Kader für diese Position wäre übrigens Sane: Überragende Präsenz und Zweikampfstärke, taktisch und technisch mit allen Qualitäten, die gebraucht werden. Dann fehlt er allerdings für den Aufbau hinten, denn Nastasic geht in der Tat gar nicht mehr, das war aber schon letzte Saison so.

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Matt · 22. August 2019 um 20:56

Zunächst mal Danke für die Analyse.
Ich selbst hatte schon das Gefühl das sich fussballerisch die Mannschaft wieder verbessert hat. Es gab einige Kombinationen welche ich die ganze letzte Saison nicht gesehen habe. Zudem fehlen ja noch einige wichtige Spieler wie z.B. Uth in den ich eine Menge Hoffnung hinsichtlich Kreativität und Tore setze. Es wird spannend sein wie sich die IV gestaltet. Sane ist eigentlich unverzichtbar und wenn Kabak das hält was man sich verspricht stehen wir da schon ganz gut da. LV wird sich mit Sicherheit noch was tun dann ist auch die Seite gut besetzt. Das neue eigentlich alte 4-5-1 scheint der Mannschaft auch Stabilität zu verleihen wenn gleich mir Tedescos taktische Flexibilität eigentlich gefallen hat – hätte er es nicht übertrieben. Auf der 6 halte ich aber sowohl Stambouli wie auch Mascarell für zu schwach. Hier hat sich glaube ich Schalke doppelt mit der Suspendierung von Bentaleb geschwächt – spielerisch und finanziell. Noch weiß ja immer noch kein Aussenstehender was eigentlich vorgefallen ist. Rechts sind wir offensiv mit Cali, Schöpf und Matondo fast überbesetzt. Links dagegen eigentlich nur Raman. Auch hier war es vielleicht voreilig Kono abzugeben – zumindest aus sportlicher Sicht. Ich sehe Schalke aktuell nicht im vorderen Drittel aber zumindest auch nicht im Hinteren. Da nach der Horrorsaison die Spieler wohl auch noch in der Findungsphase sind glaube und hoffe ich das mit den ersten guten Ergebnissen und vor allem Leistungen auch diese wichtige psychologische Komponente zu besseren Leistungen beiträgt. Ganz klare Hoffnungsträger dafür sind aber auch der wiedererstarkte Harit sowie das eine und andere Talent das den Sprung schaffen wird.

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Philip · 23. August 2019 um 09:52

Danke für das viele Feedback!
Eine Sache hab ich in meinem Text vielleicht nicht deutlich genug herausgestellt und würde sie hier gerne nochmals unterstreichen: Die linke Abwehrseite Oczipka-Nastasic plus Mascarell hat im Aufbau zwar weniger gezeigt, defensiv aber dicht gehalten. Besser als die andere Seite. Solange kein Gegentor gefangen worden ist, vergisst man dies immer etwas wertzuschätzen.
Außerdem lassen sich Automatismen im Spielaufbau auch immer trainieren. Genauso die nicht aufs Tor gebrachten Torschüsse. Diverse Transfers können natürlich helfen, sind aber kein Allheilmittel – auch wenn ich auf der Linksverteidigerposition ebenfalls einen Bedarf sehe.

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    Jonny · 27. August 2019 um 20:15

    Du bist der Experte und ich kann da schlecht widersprechen. Aber es geht ja nicht nur ums Dichthalten. Es geht auch ums Einschalten in die Offensive und da sehe ich das größte Manko bei BO. Defensiv stand er jetzt in beiden Spielen gg Gladbach und Bayern ganz gut, aber nach vorne kommt leider zu wenig. Selbst wenn er dann mal in der gegnerischen Hälfte ist, kommen nur unpräzise und unbrauchbare Pässe. Versteht mich nicht falsch, es ist immer scheisse, wenn man sich einen Spieler rauspickt und kritisiert, aber an BO sind die Probleme des S04 besonders hervorstechend.

    Und dann nur kurz was zur Seite hier: Ich find die Seite klasse. Es macht wirklich Spass hier zu kommentieren. Auch deine Analysen finde ich wirklich spitze. Mach aufjedenfall weiter so! Danke

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Philip · 28. August 2019 um 20:52

Expertise ist ein Prozess und der hat mit einem ersten Text bestenfalls angefangen. Und gegen Widerspruch schützt diese einen schonmal gar nicht.
😉

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