Länderspielpause. Erstes Saisondrittel rum. Zeit fürs erste Zwischenfazit. Zeit mich über die auf Schalke grassierenden Debatten auszukotzen.

Stand der Dinge

Schalke steht momentan auf Tabellenplatz sieben und damit voll im Soll. Selbst die Champion League ist noch in greifbarer Nähe von gerade einmal zwei Punkten (plus zwei Toren). Sowohl die Offensive, als auch die Defensive – trotz einiger Gegentore in den letzten zwei Partien – gehören zum oberen Drittel ligaweit. Auf den 14. Platz der Vorsaison wurden acht Punkte herausgearbeitet, auf den Relagationsplatz zehn.

Kurzum: Schalke steht wirklich hervorragend da. Und bis zur Winterpause kommt auch nur noch ein Gegner, der momentan vor uns in der Tabelle steht. Der SC Freiburg. Die Teams des oberen Tabellendrittels werden sich bis zur Winterpause außerdem noch in sechs Spielen untereinander messen – gut verteilt auf je zwei Spiele für jeden – und sich so die Punkte gegenseitig wegnehmen.

Was es trotzdem zu meckern gibt

Trotzdem ist auf Schalke nicht alles rosig. Der Eine regt sich über die immer noch ausstehende Vertragsunterzeichnung Nübels auf und schadet der Sache an sich damit sogar noch. Denn weder hilft dauerhaftes nerviges Nachhaken, noch Meckern über die Charakterlosigkeit des Torhüters – er wagt es ja tatsächlich, sich für die beste Option für ihn selbst zu entscheiden anstatt für Schalkes präferierte Lösung!

Und was wäre das für ein Zeichen für andere Talente, Nübel, falls er eine Entscheidung gegen Schalke trifft, die Armbinde wieder zu nehmen und auf die Bank/Tribüne zu verbannen? Der Verein und die Fans ständen nur hinter einem Spieler, solange dieser unbedingt loyal ist. Die sportliche Weiterentwicklung via Wechsel wird gnadenlos torpediert – vollkomen egal, dass der hochtalentierte Junge zuvor dreieinhalb Jahre ohne Anstände zu machen auf der Bank Platz genommen hatte! Da würde ich auch schnellstmöglich weg wollen. Oder mich gar nicht erst für einen Wechsel zu diesem Verein entscheiden.

Lasst den Jungen also endlich in Ruhe. Vor Januar wird nix Definitives mehr kommen, egal wie oft er ein Mikro vor die Nase gehalten bekommt. Und auch wenn er dann seinen Abschied verkündet, seid doch zuerst mal dankbar für die hier erbrachten Leistungen und unterstützt ihn, solange er noch für uns spielt! Auspfeifen und Ausbuhen geht danach immer noch. Und wenn nicht aus Empathie, dann doch wenigstens, weil er Torwartfehler aus Verunsicherung erst für sein nächstes Team machen soll.

Stürmerdiskussion

Ein Anderer verzweifelt ob der Verletzungen von Stambouli, Sané und Nastasic. Wie gut, dass wir den Kabak verpflichtet haben und dass McKennie sowieso überall einsetzbar zu sein scheint. Mancher nörgelte bereits, dass die Transfermillionen für Kabak doch viel besser in einen Strafraumstürmer investiert gewesen wären. Hoffentlich ist dieses Gerede aufgrund der aktuellen Lagen wenigstens verstummt.

Und auch vor der aktuell prekären Lage fand ich die Stürmerdebatte schon das Überflüssigste aller Schalker Aufregerthemen. Erstens kann von einem generellen Personalmangel im Sturm nicht die Rede sein. Mit Burgstaller, Uth, Raman, Kutucu und Matondo haben bereits fünf Spieler (zeitweise) in der Spitze gespielt, Skrzybski und Reese wären auch noch da. Rein zahlenmäßig müssen diese Sieben reichen, denn Zweitens mehr als Liga und Pokal spielen wir diese Saison ja auch nicht. Und die meisten Genannten sind doch zumindest bundesligatauglich. Oder noch jung und entwicklungsfähig. Keiner dabei, den Schalke dringend abgeben muss. Quantität und Qualität sind also in Ordnung.

Drittens kann keine Rede davon sein, wir hätten das Thema im Sommer ignoriert, also im Sturm keine Verstärkung geholt, denn Raman kam ja. Und – der Vollständigkeit halber – Reese kehrte nach Leihe zurück. Viertens muss die finanzielle Lage berücksichtigt werden. Schalke hat die letzten fünf Jahre nur einmal(!) einen Champions-League-Platz erreicht. Zweifach hat es in der Zeit nicht mal für die Euroleague gereicht. Wie kann man da den dauerhaften Unterhalt eines international konkurenzfähigen Kaders fordern?

Fünftens kann man ja mal nachschauen, was die im Sommer gehandelten Kandidaten bei ihren Vereinen bisher geleistet haben. Außer den zu Frankfurt Gewechselten war kein Heilsbringer unter den im Sommer Transferierten dabei: keiner der Übrigen schaffte bisher auch nur drei Ligatore beim neuen Verein!

Stürmertordebatte

Und damit wären wir auch schon beim nächsten entnervenden Thema. Schalke habe zu wenige Stürmertore. Vollkommen egal, dass Tore schießen nur eine der Aufgaben unserer vordersten Reihe ist. Und wir mit Burgstaller den ligaweit lauffleißigsten Angreifer hatten – zumindest solange er Startelfspieler war. Vollkommen egal auch, dass Schalke, wie gesagt, auf Platz sechs bei den erzielten Toren steht, im Ganzen also keine Offensivschwäche hat. Nein, wichtig scheint nicht zu sein, dass Schalke Tore schießt, sondern wer.

Das Schlimme ist, dass einer der großen Problematiken des Schalker Spiels direkt unter der Nase der hierüber Diskutierenden steckt, aber vollkommen ignoriert wird – und damit sind wir beim analytischen Teil angekommen.

Schalke schießt viel zu viele Tore.

Besser gesagt Schalke schießt deutlich mehr Tore, als die erarbeiteten Chancen vermuten lassen würden. “Expected Goals”, kurz xG, hießt diese analytische Spielerei und im Folgenden werde ich die erhobenen Werte von Between the Posts nutzen. Nimmt man hinzu die zu erwartenden Gegentore (xGA) und zu erwartenden Punkte (xPts) und vergleicht diese Werte mit den tatsächlichen Toren (G), Gegentoren (GA) und Punkten (Pts) ergibt sich folgendes Bild für die Einzelspiele (Balken) und die gesamte Saison bisher (Trendlinien).

Bis zu den Verletzungen von Stambouli und Sané stand die Schalker Verteidigung nicht nur ziemlich gut – neun Gegentore nach neun Spielen und damit zweitbester Wert der Liga – sondern aus den zugelassenen Chancen haben die Gegner obendrein noch etwas weniger gemacht, als zu erwarten wäre. Ein guter Torhüter kann ein Grund dafür sein oder Verteidiger, die viele Schüsse abblocken und ihre Gegenspieler besonders heftig beim Schuss bedrängen.

Kabak und McKennie fehlt es aber wohl noch an Erfahrung und Eingespieltheit. Nur gegen Bayern (2,14) und Leipzig (1,73) gab es teils höhere xGA-Werte als zuletzt gegen Augsburg (1,28) und Düsseldorf (1,75). Da hilft es nicht, dass beide auf Länderspielreise sind. Hoffung stiftet nur, dass Nastasic voraussichtlich schon bald aus der Zwangspause zurückkehrt.

Aber die Innenverteidigung ist auch nicht die einzige Stelle, wo sich was geändert hat. Auch Burgstaller stand nach Dortmund nicht mehr in der Startelf, der gegnerische Spielaufbau wurde seitdem weniger intensiv angelaufen. Man hat in den letzten beiden Spielen zwar 30% seiner Saisontore gemacht, aber im Gegenzug auch 36% der Gegetore gefangen. Der geneigte Schalker kann ja selbst entscheiden, ob da eine Kausalität besteht und ob eine Rückkehr Burgis in die Startelf zu wünschen wäre.

Was hingegen wenig Interpretationsspielraum zulässt ist die Schalker Offensivperformance. Sechs Tore weniger hätte es eigentlich geben dürfen und damit auch fast vier Punkte. Nur zwei der Tore fallen dabei auf die Eigentore von Stark und Lichtsteiner, die in der xG-Metrik einen Wert von Null hatten – bei Rekiks Eigentor wurde der eigentliche Schuss Burgstallers als ziemlich erfolgsversprechend gewertet.

Wer Stürmertordebatten führt, verkennt vollkommen, dass Schalke insgesamt herausragend effizient in der Chancenverwertung ist. In ganzen fünf der elf Spiele hat Schalke um mehr als ein Tor “überperformt”. Das kann eigentlich unmöglich so weitergehen. Entweder muss sich Schalke deutlich mehr beziehungsweise hochwertigere Chancen herausarbeiten oder uns steht eine Offensivflaute ins Haus. Das käme dann auch noch zusammen mit dem momentanen negativen Trend in der Defensive.

Ein beispielhaftes Problemfeld

Zu Saisonbeginn ließ mich ein Statistikwert im Schalker Spiel erschreckt aufhorchen. In den ersten drei Ligapartien hatte man seine Schüsse kaum aufs Tor bekommen. Nicht einmal jeder fünfte Schuss erfüllte diese Mindestvoraussetzung für ein Tor.

Doch in der ersten Länderspielpause der Saison wurde anscheinend daran geschraubt und im Spiel gegen Paderborn konnte sich deren Torhüter vor Allem deshalb so auszeichnen, weil die Schalker Stürmer ihre Abschlüsse gefühlt mit aller Macht _aufs_ Tor bringen wollten und so oft etwas zu zentral abschlossen. Am Ende belohnte man sich dennoch mit fünf Toren.

Und diese Tendenz setzte sich fort, es war wichtiger die erarbeiteten Chancen aufs Tor zu bringen, als sich einfach nur viele Abschlüsse zu erarbeiten. Effizienz schlägt Effektivität. Natürlich.

Nach der zweiten Länderspielpause kehrte dieses für mich schon überwunden geglaubte Problem mit voller Heftigkeit zurück. Und gleichzeitig stimmten auch die Ergebnisse nicht mehr. Nur ein Sieg aus den letzten fünf Ligaspielen. Trotz zweier momentan besser platzierter Gegner: Schalke braucht mehr, Schalke kann mehr.

Und in Zukunft?

Es ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil, dass Schalke keine Dreifachbelastung diese Saison hat. 30% mehr Pflichtspiele in der Hinrunde bedeutete das für die Gegner. Drei unserer kommenden Gegner bis zum Winter stecken noch mitten in dieser Knochenmühle. Leverkusen, Frankfurt und Wolfburg kämpfen alle drei verzweifelt um den Verbleib im internationalen Geschäft. Aus dieser Konstellation muss Schalke einfach Profit schlagen!

Im Winter kann dann wieder ausgiebig debattiert werden, welcher Spieler uns sofort weiter helfen kann und wer überhaupt bezahlbar ist und wer gehen kann und wer zwecks Spielpraxis vielleicht verliehen werden sollte und welcher U19er den Sprung schaffen könnte und und und. Bis dahin hätte ich aber gerne mehr Konzentration aufs Wesentliche: Das Team uneingeschränkt supporten!

Und die notwendigen Konsequenzen aus der Causa Tönnies unbedingt einfordern! Denn das ist zur Zeit – finde ich – die einzige lohnenswerte und zielführende Debatte auf Schalke.


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Philip

Da er im kleinstädtischen Thüringen aufwuchs, gab es für Philip ab der Grundschulzeit eigentlich nur die Entscheidung zwischen FCB und BVB - er tendierte zu letzteren, denn die Bayernanhänger waren schon damals unerträglich charakterlose Erfolgsfans. Doch glücklicherweise nahmen die Verwandten aus dem Sauerland noch rechtzeitig Einfluss und so wurde er doch Schalker. Intensiv mit seinem Verein beschäftigt er sich seit 2014, über Rasenfunk, Königsblog und Web0.4 stolperte er schließlich immer wieder über diese komische Halbfeldflanke und begann Gefallen an der analytischen Zerlegerei zu finden. 2019 durfte er sich schließlich selbst mal ausprobieren.

17 Kommentare

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ES · 17. November 2019 um 08:39

Richtig toller Artikel, schöne Analyse, ganz großartig!

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    Philip · 19. November 2019 um 22:16

    Danke.
    Es ist immer beruhigend, wenn der erste Kommentar durchweg positiv gestimmt ist. 😉

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Markus · 17. November 2019 um 10:41

Gute Analyse. Denn Abschlusshieb auf Tönnies hätte man sich aber sparen können. Klar, war die Aktion Mist, aber zweite Chancen sollte man jedem ermöglichen.

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    Philip · 19. November 2019 um 21:53

    Nein.
    Erstens wäre es wirklich nicht annähernd nur seine zweite Chance, sondern – alleine in der Zeit in der ich Schalke intensiver verfolge – mindestens die Vierte.
    MV2013: ‘Werde den größten Bulldozer der Welt bestellen um die Gräben im Verein zuzuschütten.’
    MV2016: ‘An Heidel lass ich mich messen.’
    Jetzt 2019 seine rassistische Aussage.
    Zweitens darf Tönnies auch gerne mal etwas tun, um sich eine weitere Chance zu _verdienen_. Seine Verfehlung klar zu benennen (“rassistisch” und nicht bloß “diskriminierend” und schon gar nicht bloß eine dumme, unüberlegte Sache) und bei denen, die er rassistisch angegriffen hat, um Entschuldigung bitten, wäre zum Anfang das Mindeste. “Ermöglicht” ist der Weg für Tönnies zu einer weiteren Chance, er hat nur schlicht noch nicht einmal den ersten Schritt getan.

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idioteque3 · 17. November 2019 um 13:47

Wobei die gar nicht so guten xG-Werte ja ein Zeichen dafür wären, dass Schalke doch noch etwas mehr Torgefahr in vorderster Front gebrauchen könnte. Gute Stürmer überperformen nämlich normalerweise gar nicht so sehr bei der Chancenverwertung, sondern tragen eher dazu bei, dass der xG-Wert steigt, indem sie bessere Läufe machen, entscheidende Offensivzweikämpfe gewinnen usw.
Womit ich nicht sagen will, dass Schalke unbedingt einen neuen Killer-Stürmer bräuchte (zumal ich auch gar nicht weiß, wo der herkommen sollte). Ich finde, dass Schalke da mit Uth eigentlich schon mindestens eine ganz gute Option hat. Das Problem ist mMn eher, dass Wagner noch nicht so wirklich die passende Balance zwischen Pressing und Torgefahr gefunden hat. Ohne Burgstaller fehlt etwas Intensität beim Anlaufen und die körperliche Robustheit, um lange Bälle festzumachen, mit ihm bekommt man nicht genug Zug ins Offensivspiel, weil man mit Harit einen weiteren Spieler hat, der vorne gesetzt ist, seine Stärken aber nicht unbedingt im Strafraum hat.

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    Philip · 19. November 2019 um 22:14

    Das stimmt wohl, lässt sich aber vermutlich nur schwer quantifizieren.
    Nur Harit mit seinen fünf Toren (und drei Vorlagen) die Stärke im Strafraum abzusprechen, würde ich mir an deiner Stelle nochmal überlegen. 😉 Wäre auf eine ausführlichere Begründung zumindest gespannt.

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      idioteque3 · 22. November 2019 um 16:38

      Aktuell steht Harit bei 2,2 expected Goals diese Saison laut understat.com* (was heißt, dass er aktuell mehr als doppelt so häufig trifft, wie er statistisch sollte), und ist mit 0,2 pro 90 Minuten im Schalker Kader nur auf Platz 8 (wobei einige der Spieler vor ihm auch nur wenig gespielt haben). Alle anderen Spieler in der Liga mit mindestens fünf Toren haben einen mindestens doppelt so hohen Wert /90. Auch wenn es schön wäre, kann ich mir nicht vorstellen, dass er seine aktuelle Quote halten. Harit gelingt im Moment fast alles, aber die Torgefahr geht ihm schon etwas ab. Zum einen ist es es nicht sein Job, am Ende der Angriffe zu stehen, zum anderen hat er immer noch Probleme mit der Entscheidungsfindung, sobald es in den Strafraum geht, und seine Distanzschüsse sind jetzt auch nicht die besten.

      https://understat.com/team/Schalke_04/2019

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      idioteque3 · 24. November 2019 um 14:10

      Und natürlich verwertet Harit im folgenden Spiel einen Schuss mit 0,03xG, wenn man das denn einen Schuss nennen. Naja, mir soll es recht sein.

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RaulsN · 18. November 2019 um 22:51

es wäre mal interessant nachzuforschen inwiefern die Intensität im Pressing tatsächlich darunter leidet wenn anstelle von Burgstaller jemand anderes vorne drin spielt. Aber auf die Art von Statistiken hat man als Otto-Normal-Konsument wohl keinen Zugriff.

Ansonsten stimme ich mit dem Grundtenor des Artikels überein. Ich war in dieser Saison, wenn, dann meist ‘positiv’ frustriert. Sprich Frust, weil die Mannschaft gut spielt, sich aber nicht belohnt bzw. die Punkte am Ende nicht eintüten kann. Ist mir wesentlich lieber als die Situation in der vergangenen Saison, wo wir sowohl schlecht gespielt haben, als auch nicht die nötigen Punkte geholt haben.

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    Philip · 19. November 2019 um 22:11

    Eher eine Frage des Aufwandes. Beispielsweise gibt whoscored.com die Anzahl von Tackles und abgefangenen Bällen für jeden Spieler in jedem Ligaspiel an.
    Allerdings wüsste ich nicht, an welchen Werten genau “Intensität des Pressings” festzumachen wäre. Es geht ja für Stürmer oft nur darum Druck zu erzeugen und übereiltest Handeln zu erzwingen, nicht unbedingt selbst den Ball direkt zu erobern.
    Aber wenn du Zeit und Lust hättest, dir darüber Gedanken zu machen, würde ich mich über eine Auswertung ungemein freuen.

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Renato.maruca · 19. November 2019 um 13:09

Philip ,Karsten und Annika , grüß aus BAWÜ am Dienstag 19.11.2019 , bin um 55 Jahre immer mit Fußball beschäftig! Wenn ich, ihr drei , und alle Schalker Fans ,mich dazu , einigen kleinen Richtlinien und einen Tipp ,geben dürfte ? Beten, das Mackennie ,Kabak und der junge Serdar bei den zweite EM- Quali, sich nicht verletzen, ist das Erste. Zweitens , wenn eine Spieler von den drei ,sich verletzen würde! Erstens , auf keinen fall Schöpf in der Startelf! Von den Aktuell gebliebene gesunden Spieler bis Samstag ,muss ich euch erinnern ,das Oczipka in Frankfurt , auch in der Zentralabwehr oder Mittelfeld gespielt hat ,und mit Mascarell , Mackennie u Serdar der einzige das uns eine Teilweise , Kämpferische Mittelfeld, gegen die sehr stärke Bremer geben könnte ,bestimmt, in die Balleroberung ,Samstag ( mit “Memme” Schöpf ,Mittelfeld ist nichts). Caligiuri kann Links Verteidiger auch spielen, und Jonas Carl ,Miranda, auch zum Not, vor Caligiuri ,als Linke Mittelfeldspieler , alles besser als Schöpf, in eine sehr erkämpfte Spiel seien kann! Und das nächste !Unsere Manager muss sich von Medien entfernen ,eine sehr gut Stürmer Verpflichtung ,in den nächsten Tage zustande bringen ( Mariano Diaz ,Dominicanische Republik , brauchbare Stürmer ,nie in 50 Jahre gehört) , alle Verhandlungen ins Geheim! Das wäre Objektivität ,das uns voranbringen würde ,der Rest “Cocolores”.

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    Philip · 19. November 2019 um 22:00

    Ich kann das Handeln des Trainers in keiner Weise beeinflussen. Und will es auch nicht. Daher weiß ich nicht, warum die Forderungen darüber an mich richtest.
    Und ich fordere dich auf, die abfälligen Bemerkungen einzelnen Spielern gegenüber zu unterlassen.

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renato.maruca · 20. November 2019 um 12:30

Philip , Verzeihung, aber du siehst, wie mindestens in einer, der andere Schalker Forum ,viel schlimmer geht’s! Logisch , kann keine Einzelne, das Handels des Trainer beeinflussen, aber , ihr da in der Region ,so wie alle andere Schalker schon. Überall muss man dieses immer wiederkehrende “Und immer grüß der Murmeltier ” jedes Jahr wiederholt aushalten! Ihr hat noch 3 Tage, um eure Stempel ,auch Medial auszudrücken ! Manche werden wie gesagt ,die nächsten Stunden Negativ ,andere Positiv sich melden, in Netz, besonders ,was die Voraussichtliche Aufstellungen betrifft. Eure Blogs sind sehr gut immer gewesen, und eine der einzige wo ich mich traue was zu schreiben , und wo Zivilisierte Menschen ,immer sich wohl fühlen! Mache vielleicht , eine Riesen Pause um euch nicht zu nerven .Aber ich rieche schon den Braten ,was Schöpf betrifft! Weiter so Philip ,egal was!

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Luke · 26. November 2019 um 18:38

Hi Philip. Super erfrischend, wenn jemand mal faktisch basiert argumentiert und dabei nicht nur seine Meinung als Standpunkt vertritt.

Manche Sachen kann man aber auch damit bestätigen.
Ein Burgstaller ist ja bspw. nicht nur der laufintensivste Stürmer, sondern auch der mit der schlechtesten Chancenverwertung (xG von ca. 3). Das ist schon ein wirklicher Kritikpunkt – das darf man zumindest mMn auch ankreiden.
Bei der Chancenauswertung im generellen hast du natürlich vollkommen recht. Es ist auch vollkommen egal, ob Burstaller die Vorlage für Harit gibt oder Harit für Burgstaller.
Die Darstellung der aktuellen xPts zeigt auch in etwa wo wir liegen.
Wobei man immer aufpassen muss, da die Datengrundlagen nicht immer ganz passen und hinterfragt werden müssen. Nimmt man bspw. das Spiel gegen Bremen, haben die einen xG von 1,73 zu unserem 0,66. Da habe ich mich schon etwas stark gewundert, denn an so große Chancen konnte ich mich jetzt nicht erinnern. Dort wird ja aber bspw. die Chance vor dem Tor mit dem Abschluss und dem Abstauber gezählt – insgesamt mit fast 1,0 xG…es ist aber quasi nur 1 Aktion. Oder offensiv unsere 3 verwerten Elfmeter gegen Lüdenscheid und die Bajuffen…oder wie auch die von dir angesprochenen Eigentore und die viel versprechenden Situationen ohne Torabschluss.
Will nur sagen, dass die (frei verfügbaren) erweiterten Statistiken schon einen ganz guten Eindruck hinterlassen und man viele Aussagen damit bestätigen oder widerlegen kann – richtig das Spiel analysieren und in die Zukunft schauen lässt sich damit aber mMn nicht.

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    Philip · 26. November 2019 um 23:37

    Jetzt musste ich mich nochmals mit dem Thema beschäftigen und habe erneut einige spannende Entdeckungen gemacht, also vorneweg schonmal vielen Dank dafür!

    Tatsächlich ist die Stürmertordebatte nicht unbegründet – hab ich auch nicht geschrieben – sondern mMn nur nicht zielführend. Denn ja, Burgstaller ist vermutlich der ineffizienteste Spieler der Bundesliga. Harit auf der anderen Seite ist aber auch der Effizienteste.
    (Ich lege hierfür mal die Daten von understat zugrunde, sind mMn zwar weniger genau, aber leichter zugänglich und bereits vielseitig aufgeschlüsselt. Ich hatte auch mit understat-Daten gegengerechnet und es wären für diesen Artikel fast identische Summen bei xG und xPts, sowie eine Abweichung von circa 1 bei xGA herausgekommen…) Burgstaller hätte dieser Metrik zufolge also 3,11 Tore zu wenig gemacht – ligahöchstwert vor Terodde (2,61) und Kamada (2,58) – Harit aber dem gegenüber auch 3,74 Tore zu viel – vor Lewandowski (3,54) und Pavard (2,75).
    Und bei den restlichen sechs Schalker Stürmern? Da gibt es nicht einmal ein nennenswertes Problem bei der Chancenverwertung! Nur insgesamt zu wenig (hochkarätige) Chancen, aber fürs Herausarbeiten dieser Torchancen wäre der Rest des Teams halt genauso gefragt, wie der Vollstrecker vorne.
    Führt man die Debatte also auf Spielerebene, ließe sich das Schalker Problem auf genau eine Personalie herunterbrechen. Uth oder Raman werden aber meist einfach mit in Sippenhaft genommen. Viel wichtiger ist aber, dass noch neun oder zehn weitere Spieler aufm Platz stehen, die bei den Diskussionen oft ganz hinten herunter fallen.
    Denn Schalke ist auch das am meisten overperformende Team mit 4,21 Toren über der Summe an xG – dahinter RaBa (4,01) und Dortmund (3,86), Schlusslichter sind hier Leverkusen (7,77) und Tabellenführer Gladbach (3,87). (In dieser Statistik sind nur selbst erzielte Tore enthalten, rechnet man die Eigentore hinzu stände Schalke also bei 7,21 Toren “zu viel” nach 12 Spieltagen.)

    Ich finde die Debatten auf Schalke gehen also in die genau falsche Richtung, wenn über vergebene Chancen der Stürmer (und es müsste hier wie gesagt eigentlich heißen “eines Stürmers”) geredet wird und darüber, wie viele Punkte doch (angeblich) liegengelassen wurden.

    Zur Datengrundlage: Ich muss mich ein Stück weit natürlich auf das verlassen (können), worauf ich an Daten zugreifen kann. Nicht getätigte Schüsse etc. lassen sich beispielsweise nicht wirklich quantifizieren, sind zur Analyse also dann auch nicht tauglich. Potentielle Elfmeter fallen genauso hinten runter. Kann ich gut mit leben, das Spiel hätte sich nach solchen Entscheidungen eh anders entwickelt. Hypothetische Spielverläufe darauf basierend ausfantasieren ist halt im Endeffekt null aussagekräftig. Dass oft Eigentore fehlen, stört mich da schon eher, liegt aber einfach in der Prämisse der Metrik.
    Und generell gilt meines Verständnisses nach, dass solche Daten mit zunehmender Menge aussagekräftiger werden. Ein Spiel oder eine Spielszene herauszugreifen wird also immer wieder mal zu “verfälschten” Ergebnissen führen. Deswegen die summierten Werte für die komplette Liga-Saison bis dahin, also 11 Spiele, womit stochastische Fehlereinflüsse möglichst minimiert werden sollten.
    Jetzt muss jeder selbst entscheiden, ob er mit den systematischen Fehlern dieses Analysetools leben kann oder nicht. Perfekte Daten wird man aber eben nie bekommen und besser als mein subjektiver Eindruck sind sie allemale.
    Und die Zukunft vorhersagen kann man damit natürlich nicht. Aber es wäre doch zumindest vertretbar zu vermuten, dass sich diese krasse Abweichung auf lange Sicht ausgleichen wird.

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      Luke · 27. November 2019 um 18:12

      Ach, es macht einfach Spaß mit jemanden mal sachlich zu diskutieren. 😀 Danke dafür schonmal.
      Bei den Punkten gehe ich mit dir vollkommen d’accord.
      Die Zahlen zeigen, dass wir kein Verwertungsproblem haben – maximal Burgstaller häufiger treffen müsste.
      Ansonsten dran arbeiten etwas zwingender im letzten Drittel zu werden, was ja auch bspw. die Aussage von Wagner in der letzten PK war. Für alle anderen Analysen sind die freien Datengrundlagen etwas zu verwaschen oder müssten erweitert werden.
      P.S.: aus alten Berichten weiß ich aber noch, dass Halbchancen und Feldpositionen etc. in professionellen Diensten der Vereine mit eingerechnet werden.

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Dennis · 27. November 2019 um 11:26

Dass wir mehr Stürmertore brauchen, hat unser Trainer ja selbst gesagt. Und dass Burgstaller plötzlich die Bank drückt, obwohl Wagner ihm kurz zuvor noch bescheinigt hatte, mit ihm zufrieden zu sein, finde ich auch bemerkenswert. Vielleicht geht es darum, ihm zu mehr Frische zu verhelfen; vielleicht, aber weniger wahrscheinlich, hat Wagner ihn auch schon aufgegeben.

Dass die Alternativen weniger ins Spiel eingebunden sind, wird aus den letzten Partien aber offensichtlich. Auch ohne Torerfolg war Burgstaller immer “drin”, immer fleißig und an vielen Chancen beteiligt. Uth und Raman haben diese Präsenz (noch) nicht gezeigt. Und die Häufung von Gegentoren in den letzten Spielen hat womöglich auch mit dieser ersten Verteidigungslinie zu tun, nicht nur mit der Personalnot ganz hinten. So ähnlich schreibst du das ja auch.

Im Hinblick auf Kutucu hat Wagner letztens durchblicken lassen, dass er mit seiner Abwehrarbeit noch nicht zufrieden ist. Skrzybski und Reese scheinen ganz außen vor zu sein, was ich persönlich schade finde. Wie man da jetzt an mehr Stürmertore kommen soll – zumal man sich nicht darauf verlassen kann, auch in Zukunft mehr Tore zu erzielen, als eigentlich zu erwarten wäre – ist schon eine wichtige Frage. Eine Taktik, in der sich die Stürmer mehr oder weniger aufs Toreschießen konzentrieren könnten, scheint es auch unter Wagner nicht zu geben. Und den Torriecher, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, hatte ich ironischerweise am ehesten Burgstaller zugetraut. Der hat sich solche Chancen zwar auch erarbeitet, sie aber dann nicht verwertet. Wie kommt man aus dieser Situation jetzt raus?

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